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Alle Informationen / Unterlagen zum Projekt finden Sie auf der folgenden Seite:
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01. Okt. 2014 [Jochen]

Wachzimmer/ICU


 

Zu Beginn der Schicht werden grundsätzlich zwei Aufgabenbereiche aufgeteilt: eine examinierte Pflegekraft kümmert sich um die Dokumentation, eine um die Medikamente und die dritte kümmert sich gemeinsam mit der Pflegehilfskraft um die Körperpflege und um das Essenanreichen.

Die Patientenbeobachtung hinsichtlich des neurologischen Status steht im Vordergrund, Monitorüberwachung wird nicht routinemäßig durchgeführt, sondern nur bei entsprechender Indikation. Die Bewusstseinslage und der orientierende Status wird nach der Glasgow Coma Scale erhoben und auch die Bewegungsfähigkeit, z.B. bei Paresen nach Wirbelsäulenoperationen wird regelmäßig überprüft. Drainagen sind eher selten; im Töölö Krankenhaus werden auch chronisch subdurale Hämatome in der Regel operativ ausgeräumt.

Die Dokumentation des neurologischen Zustands und der aktuellen Medikamente wird in Papierform und über den Computer mit großer Sorgfalt durchgeführt. Die examinierten Pflegekräfte legen selber venöse Zugänge, was nervtötendes Hinterhertelefonieren und langes Warten auf einen Arzt überflüssig macht. Für die Einstellung von entgleistem Blurzucker gibt es einheitliche Handlungsanweisungen für alle Abteilungen in der Neurochirurgie, mit leichten Veränderungen, je nachdem ob sich der Patient im OP, der ICU, der High dependency unit oder auf einer bettenführenden Station befindet. Das Richten der Medikamente übernimmt eine pharmazeutisch-technische-Assistentin, die einmal am Tag (im Laufe des Vormittags) erscheint. Für die Neurochirurgie sind insgesamt drei Physiotherapeuten eingeteilt, Sprachtherapeuten werden nur in Ausnahmefällen hinzugezogen und müssen dann von einem benachbarten Krankenhaus angefordert werden. Die Liegedauer der Patienten im Krankenhaus ist deutlich geringer als bei uns.

Werden Patienten mit Kontusionen oder mit SABs nach Hause entlassen, wird eine Advanced Practice Nurse von der Stationssekretärin darüber informiert, welche dann nach einiger Zeit nochmal in Verbindung zu den Patienten tritt um aufgekommene Fragen zu beantworten und eine Einladung zu einer Nachbesprechung bekannt zu geben. Dies hat sich als sehr sinnvoll erwiesen; so können vor einem ärztlichen Kontrolltermin viele Dinge vorab geklärt oder z.B. ein Neuropsychologe hinzugezogen werden um zu helfen das Trauma einer SAB zu verarbeiten. Über ein Gruppentreffen im Krankenhaus wird der Kontakt zu Menschen hergestellt die ein ähnliches Ereignis durchlebt haben, was von vielen Patienten als sehr hilfreich beschrieben wird. Diese Treffen werden mehrmals im Jahr abgehalten und ebenfalls von der Advanced Pracitce Nurse organisiert. Ein Neurochirurg sowie eine Intensivpflegekraft nehmen daran teil und die Patienten können von ihren Erlebnissen berichten. Auch besteht für die Patienten die Möglichkeit die einzelnen Abteilungen noch einmal zu besuchen. Das Alles hilft den oft von Gedächtnisverlust betroffenen Menschen fehlende Puzzelteile zu ergänzen und im gegenseitigen Austausch mit verbliebenen oder durchlebten Ausfallserscheinungen zurecht zu kommen.

Viele Kleinigkeiten erleichtern die Aufgabe der examinierten Pflegekräfte erheblich, was die Möglichkeit bietet sich auf das Wesentliche zu konzentrieren – Blutabnahmen werden z.B. über den PC angefordert und durch das Labor durchgeführt, die Medikamente werden gestellt, eine Hilfskraft erledigt viele anfallende Kleinigkeiten, die Betten können bei der Übernahme von der Intensivstation ausgetauscht werden ohne dass der Patient umgelagert werden muss,…

Der gesellschaftliche Status und die Anerkennung von Pflegekräften in Finnland ist hoch, die Kollegen in der High dependency unit sind alle sehr kompetent und der Umgang mit den Patienten ist geprägt von einer hohen Fachkompetenz, einer offenen und empathischen Zuwendung und einem feinen Sinn für Humor. Leider war gerade an den Tagen meiner Hospitation nicht so viel zu tun (Vorführeffekt) aber ich habe die Zeit trotzdem (vielleicht auch ein bißchen deshalb J) sehr genossen. KIITOS an das nette Team, ich hoffe wir sehen uns in Bielefeld wieder!

Am Mittwoch hatte ich dann die schöne Gelegenheit eine Patientin mit akuter SAB zunächst auf der Intensivstation zu beobachten, dann in die Radiologie zum Coiling zu begleiten und anschließend wieder ihre Überwachung auf der Intensiv zu erleben. Morgen geht’s dann einen Tag in den OP – Ich freu mich schon. Hyvää!Nähdään kohta!

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