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04.07.2018 NL

4. Tag - Ausschnitte aus dem niederländischen Gesundheits - und Pflegesystem

< zurückWie gestern bereits angekündigt, hat mir Juliane auf unserer Fahrt ein paar interessante Dinge über das Gesundheits- und Pflegesystemsystem in den Niederlanden erzählt.

Juliane erzählte, dass es in den Niederlanden keine Pflegegrade mehr gibt. Es gab eine Instanz, die ähnlich wie bei uns Einstufungen vorgenommen hat. Aufgrund von stichhaltigen Argumenten z.B. auch von Jos de Blok, Gründer von Buurtzorg und weiteren Personen, wurde das System abgeschafft. Begründet wurde z.B. damit, dass den Krankenschwestern zugestanden wurde, dass sie selbst wissen und sehen, wieviel Pflege notwendig ist. Wenn beispielsweise jemand sich nach dem Krankenhausaufenthalt zwei Wochen später wieder gut erholt hat, kann die Pflege und Versorgung weniger werden. Bei uns in Deutschland bleibt ein zugesprochener vorläufiger Pflegegrad erstmal, mindestens ein paar Wochen bis der MDK persönlich prüft. In der Zeit fließt noch das selbe Geld, obwohl der Patient vielleicht schon nicht mehr viel Pflege benötigt. Es ist finde ich, was Kostenersparnis betrifft ein interessanter Gedanke. Ich würde gerne noch mehr darüber erfahren. Heute hat in den Niederlanden jeder ein Recht auf ambulante Pflege. Es gibt ein Basis Paket das den niederländischen Menschen in puncto Pflege zusteht. Der Hausarzt oder Facharzt entscheidet ob Patienten Pflege, Versorgung und/oder Betreuung durch die Pflegeversicherung benötigen und leitet die notwendigen Schritte ein. Weiterhin können sich die Menschen zusätzlich versichern lassen. Zahnarzt und Physiotherapie müssen sonst z.B. privat gezahlt werden.

Wenn der Pflegeaufwand eines Klienten so ansteigt, dass z.B. Buurtzorg an Grenzen stößt, die Pflege zu aufwendig und auch zu teuer wird, werden Angehörige (wenn möglich) hinzu -gezogen und es wird gemeinsam überlegt, wie Familie, Freunde, Nachbarn etc. intensiver in Pflege, Versorgung und Betreuung einbezogen werden können. Angehörige zeigen hier in der Regel eine große Bereitschaft. Generell soll laut Gesundheitssystem zunächst geschaut werden, welche informellen Unterstützungsmöglichkeiten es gibt.

Verbandsmaterial wird bei chronischen Wunden von den Krankenkassen gezahlt. Verbandsmaterial für akute Wunden zahlt der Klient selbst (ca. bis zu zwei Wochen). Sollte sich abzeichnen, dass die Wunde doch länger braucht zum heilen, wird die Situation von der Krankenkasse geprüft und bei Bedarf die Kosten für die weitere Behandlung übernommen.

Es gibt Hausärzte wie bei uns in Deutschland. Fachärzte sind jedoch in den Krankenhäusern angesiedelt. Die Krankenkasse ordnet die Menschen einem Hausarzt in ihrer Wohnortnähe zu. Über diesen Hausarzt läuft alles. Er ist der Knotenpunkt und weiß alles über die Patienten. Freie Arztwahl gibt es in dem Sinne nicht. Den Hausarzt kann man wechseln, wenn es aus persönlichen Gründen z.B. nicht passt. Selbst bei gynäkologischen Beschwerden geht die Frau z.B. erst zu ihrem Hausarzt, der dann bei Bedarf an den Facharzt weiterleitet. Mir ist direkt eingefallen, dass es sicher einen positiven Effekt auf Polypharmazie hat, wenn alles über den Hausarzt läuft und die Leute nicht zu allen möglichen Ärzten laufen können und der Hausarzt wirklich alles im Blick hat. Außerdem wird Ärztehopping und Doppeluntersuchungen vermieden, Auch die Apotheke wird den Menschen zugewiesen. Jeder hat seine Stammapotheke. In anderen Apotheken bekommen sie nichts (zumindest nichts rezeptiertes).

Manche Hausärzte im Übrigen wollen gerne Buurtzorg Teams mit in ihrer Praxis haben.

Also wenn das keine Zusammenarbeit ist?

Ziemlich spannend!!!

Morgen sind Juliane und ich wieder auf Tour!!!

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