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11.10.2018 Norwegen

"Negative reflection is a gift"

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Ein neuer Tag beginnt mit strahlendem Sonnenschein und für Norwegen sehr warmen Temperaturen. Auf dem Weg zur Klinik erblicke ich etwas sehr Lustiges. An einer Bushaltestelle liegt auf einer Bank gemütlich zum Anlehnen ein Kissen. Auch in Oslo bin ich immer wieder auf Kurioses gestoßen. Direkt am Hafen sah ich viele Hemden, aufgehängt auf einem großen Gestell. – vielleicht kann der eine oder andere diese Rätsel lösen, mir blieben sie verborgen :).

Auf der BET Sektion stand heute ein „Reflecting team“ auf dem Tagesplan. Man erklärte mir, dass dieses Manual eine Möglichkeit für die Patienten und die Mitarbeiter bietet, aus vielen Blickwinkeln zu betrachten und zu erforschen, ...

> zum Vergrößern anklicken... und dadurch viele unterschiedliche Interventionsmöglichkeiten zur Auswahl zu erhalten. Eine einzelne Perspektive kann unmöglich diese Vielzahl an individuellen Sichtweisen und Eindrücken abdecken. Die Vielfältigkeit der Sichtweisen bildet ein breiteres Spektrum an Möglichkeiten ab und schafft somit einen erweiterten Fokus auf das tatsächliche innere und äußere Geschehen. Bei den Patienten stützt und ermöglicht es Empowerment Prozesse und stellt einen Rahmen dar für Prozesse auf der Grundlage der Akzeptanz und Commitment-Therapie.

Da norwegisch gesprochen wurde kann ich nur meine Eindrücke aus der beobachtenden Rolle schildern. Aber auch das war sehr interessant und aufschlussreich für mich. Die Teilnehmer des Reflecting team waren die an diesem Tag anwesenden Teammitglieder und die Patientin. Zuerst wurde ein kurzes Rollenspiel, zeitlich begrenzt, durch zwei Mitarbeiter dargestellt. Den Inhalt des Spiels bestimmte die betroffene Patientin. Danach erfolgte die Reflexion durch das Team über diese kurze Sequenz. Dies geschah nach meinem Eindruck sehr geordnet und strukturiert. Es entstand kein „wilder“ Wortwechsel, sondern die Atmosphäre wirkte sehr ruhig und konzentriert. Auch die Art der Reflexion, ob mit negativem oder positivem Gehalt wird bestimmt. Der Grund dafür sei, laut meines Kollegen, dass man für die verschiedenen Arten der Reflexion auch offen sein müsse. Manchmal hätte man einfach keinen guten Tag und dann könnte es schwierig sein eine negative Rückmeldung zu bekommen. Er wäre aber prinzipiell der Meinung:“ „A negativ reflection is a gift“. Das waren Aspekte, die mich beeindruckten und über die ich so noch nie nachgedacht hatte.

Am Nachmittag fragte mich Didrik, ob ich bei einem ersten Explorationsgespräch einer Patientin dabei sein wolle. Im Anschluss erklärte er mir seine Vorgehensweise. In der Kommunikation mit der Patientin und bei der gemeinsamen Erstellung und Betrachtung eines Schaubildes versuchte er die Ursache ihrer Katastrophenangst zu erkunden. Dabei ging er sehr empathisch, aber in der Sache nicht nachlassend vor. Alle, es vermeidenden Wege, wurden abgeschnitten und er führte sie, beziehungsweise sie führte ihn, hypothetisch an das Objekt ihrer Angst. Ich konnte beobachten, dass sie mit zunehmender Näherung an den inhaltlichen Gegenstand ihrer Angst, motorisch unruhiger und aufgeregter wurde. Danach atmete sie hörbar aus und wurde ruhiger.

Dieses intensive und konzentrierte Arbeiten mit den Patienten konnte ich in dieser Weise die ganze Woche beobachten und erfahren.

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Am Abend nutzte ich die letzten Sonnenstrahlen für einen Spaziergang und ein Abendessen (es gab Muscheln mmm...) am Fjord. Das Wasser zieht mich magisch an. Es ist nicht hell und blau wie am Mittelmeer sondern dunkel schimmernd und ein bisschen geheimnisvoll. Morgen ist mein letzter Tag und ich habe ein kleines Abschiedsgeschenk für das Team....

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