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Die Hospitation wurde ermöglicht durch Visit- soziotherapeutische Pflege GmbH.

15.05.2013 - Tag 15

Recovery Education Center Teil 2 & Express Yourself


Und es war super professionell. Ich musste immer wieder zwischen Lachen, Gänsehaut und Tränen in den Augen switschen. Solltet ihr jemals im Mai in Boston sein, guckt Euch unbedingt diese Show an. Nach den Dankesworten des Schirmherren und denen des Department of Mental Health ging es sofort los und selbst die Vorsitzende des DMH musste mit tanzen. Als nächstes wurde ein Video von der Vorbereitungszeit gezeigt. Man sah wie die Kinder die Bühnenbilder und Kostüme erstellt haben und die Kinder sind immer wieder zu Wort gekommen und haben geschildert wie toll dieses Projekt für sie ist. Und das kam auch während der Show und hoffentlich in diesem Beitrag rüber. Es gab einen kleinen vielleicht 7-jährigen Jungen, der mal eben vor allen gerappt hat. Es gab eine Steppeinlage aller STOMP, die super professionell war. Es gab eine tolle Szene in der ca. 50 Mädchen und Jungen zunächst auf Englisch und später auf Spanisch (mein Schul-Spanisch reicht noch um das zu verstehen) ein Lied über Hoffnung gesungen haben. Der Refrain lautete: „We are the future. Give us hope and we show you the way!” Als Kontrast dazu gab es den Harlem-Shake und am Ende eine tolle Drum-Session von der ich verbotenerweise für Euch dieses Foto gemacht habe. Aber psst…! ;) Final kamen alle 150 Kinder und Jugendliche auf die Bühne und haben mit dem ganzen Publikum zum Motto „VIVA!“ gesungen und getanzt. Dieses Projekt hat nicht umsonst einen Award von der First Lady verliehen bekommen. Wahnsinn, und ich bin sehr froh dabei gewesen zu sein. :) Übrigens hat während der gesamten Vorstellung eine Gebärdendolmetscherin die Texte für die gehörlosen Menschen im Publikum übersetzt.

 

Der krasse Recoverykontrast saß neben mir und hat mich von meiner Recoverywolke heruntergeholt. Ich bin vor der Vorstellung mit meiner Sitznachbarin ins Gespräch gekommen, deren beiden Nichten bei der Vorstellung mitgewirkt haben. Sieht fragte was mich hierher führt und ich berichtete, dass ich hier eine Hospitation mache um etwas über Recovery von psychischen Erkrankungen zu lernen. Da erzählte sie, dass es sehr schwer sei mit psychischen Erkrankungen umzugehen. Ihre beiden Nichten auf der Bühne, die 15!! Und 17!! Jahre alt sind, sein bipolar!!. Ich kenne mich ja in der Kinder- und Jugendpsychiatrie nicht so aus, aber ist es gängige Praxis so junge Menschen mit einer solchen Diagnose zu belegen? Sie berichtete, dass beide nicht einsehen wollen, dass sie psychisch krank sind und ihre Medikamente (ich habe zumindest Seroquel und Ritalin verstanden) immer unter ihrer Matratze verstecken. Sie fragt sich, wann denn bei Ihnen endlich die Einsicht kommt, dass sie krank sind. Sie würde es ihnen immer wieder sagen, dass sie nicht so sind wie andere Jugendliche. Ich fragte dann, ob sie zur Schule gehen oder was sie derzeit machen. Sie bejahte das, sagte aber, dass sie diese Woche ihren Lehrer beschimpft hätten und fragt sich, woher sie das haben. Sie würden doch aus einer so erfolgreichen Familie kommen. Sie hätten sogar Ärzte in der Familie. ;) Sie fragte mich dann, da ich ja in diesem Bereich arbeite, was das denn für Ursachen haben könnte, dass die beiden „so“ sind. Die beiden Mädchen müssten doch irgendwann vernünftig werden und begreifen, dass sie irgendwann mal einen Job ergreifen müssten. Ich fragte dann, ob sie denn schon Berufswünsche hätten. Sie antwortete, dass die eine Krankenschwester und die andere Veterinärmedizinerin werden wollte. Sie ist aber der Meinung, dass das viel zu hochgegriffen sei, wenn man psychisch krank sei und die Mädchen endlich mal begreifen sollten, dass es in ihrem Leben Grenzen gibt. Aahhhhhhh…..wie schrecklich. Wer ein krasses Negativbeispiel vom „Holder of Hope“ haben möchte…Tata…hier ist es. Sie hat mir die beiden dann auf der Bühne gezeigt. Zwei bildhübsche, blutjunge Mädels, die mit so viel Enthusiasmus bei der Sache waren. Ich habe zwar keine Kinder, aber es ist erst zarte 10 Jahre her, dass ich 17 war und ihr erinnert Euch bestimmt auch noch an die Zeit als ihr so jung wart. Wer will da als psychisch krank gelten, Tabletten nehmen und seine Grenzen erkennen???? Ohne Worte….

Heute habe ich den zweiten Tag an den Schulungen des Recovery Education Centers teilgenommen. Zuerst stand „Eat Right, Your Way, Every Day Together“ auf dem Plan. Ich bin mit den Studenten erneut in diese riesige Sportarena gegangen und dort hatten wir eine Ernährungsberatung. Das war alles sehr ähnlich zu der vom letzten Mittwoch, nur das dort keine Teammitglieder sondern Nutzer oder Studenten teilgenommen haben. Sie waren sehr interessiert und haben viele Fragen eingebracht und sich Tipps geholt. Anschließend haben sie gemeinsam ein Rezept herausgesucht und sind mit der Ernährungsberaterin gemeinsam in den Supermarkt gegangen und haben eingekauft. Dabei gab es Tipps zum richtigen Einkaufen. Morgen werden sie das Gericht gemeinsam in der angrenzenden Küche zubereiten und zusammen essen. Ich habe mich irgendwann ausklinken müssen, da sich dieser Kurs mit meinem Zweiten überschnitt. Zuvor habe ich aber noch den Therapie-Rauhhaardackel der Gruppenleitung kennenlernen dürfen. Der zweite Kurs war „Discover the Poet Within. Health & Recovery“. Die Leiterin hat den Kurs mit viel Liebe zur Poesie gegeben und hat gut vermitteln können, dass man durch Kreativität und Schreiben gut seine Gefühle ermitteln und ausdrücken kann um einen Zugang zu finden. Sie erklärte mir, dass sie möchte, dass die Teilnehmer in den Gedichten über ihre Erfahrungen schreiben lernen, damit sie diesen Weg nutzen können. Sie selbst nutzt das Schreiben als natürliches Medikament und ist stolz ohne Medikamente leben zu können. Die Teilnehmer waren alle interessiert und haben aktiv mitgemacht und sind darüber ins Gespräch über die Erfahrungen mit psychischer Erkrankung gekommen.

Die Studenten müssen übrigens für die Kurse nichts bezahlen und können aktuell zwei Kurse pro Semester belegen, da es zurzeit so viele Studenten gibt. Im vorherigen Semester waren es noch drei Kurse pro Teilnehmer. Die Kurse können frei gewählt werden, je nach Geschmack oder persönlicher Zielsetzung.

Alles in allem war es heute wieder ein total beeindruckender Tag. Morgen stehen für mich im Recovery Education Center drei Kurse auf dem Plan. Initial „Facilitator Training in Photovoice“, über Mittag die „Peer Support Group“ und nachmittags „Wellness Management and Recovery“. Klingt wieder nach einem spannenden Tag und ich werde Euch auf dem Laufenden halten.

Eure Regine

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