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Die Hospitation wurde ermöglicht durch das Epilepsiezentrum Mara.

12. / 13.08.2018 Tansania

Eindrücke, Klinikalltag und Klinikablauf der PatientInnen (1)

Liebe Blog-LeserInnen,

> zum Vergrößern anklickenmit dem äußeren Erscheinen des Geländes kommt dass LMH freundlich daher, im Inneren wirkt es düster. Vielleicht auch deshalb, weil das Licht von draußen die Räume nicht erreicht und das Neonlicht die Flure und Räume nicht wärmer erscheinen läßt. Daher war mein erster Eindruck ehrlich gesagt bedrückend und etwas schockierend zugleich, dieser erste Eindruck hat sich im Laufe der Zeit relativiert!

Denn bei allem was ich an eindrücklichem erlebt habe, ...

... die Menschen hier, seien es die MitarbeiterInnen oder die PatientInnen, sind zwar erstmal zurückhaltend aber immer freundlich, respektvoll und hilfsbereit.

Die PatientInnen tragen eine Art Anstaltskleidung in blauen und grünen Farben, die Kleider und knielangen Shorts (für Männer)sind selbst genäht. Dazu werden aus-rangierte Pullover in grün oder beige von der deutschen Polizei getragen, selten persönliches wie Jacken.
Die meisten sind so um die 20 Jahre alt, es gibt einige wenige die über 60 sind und dort auch leben, da sie kein zuhause mehr haben, da es entweder keine Verwandten mehr gibt oder sie einfach nicht mehr abgeholt werden. Die PatientInnen müssen aber mindestens volljährig sein. An einem Tag kam mal ein 16jähriger, der von seinem Vater gebracht wurde und ihn aufnehmen lassen wollte. Der junge Mann war sehr unruhig. Leider hatte er keine Überweisung. Unter diesen Umständen (keine 18 Jahre und keine Überweisung) konnte er nicht aufgenommen werden. Vater und Sohn wurden in die psychiatrische Ambulanz des LMHs nach Korogwe (ca.20 Km entfernt) geschickt, um sich zumindest dort eine Überweisung ausstellen zu lassen (Kompromiss). Also mussten sie wieder mit einem „Motorradtaxi“ den Berg runter fahren. Am späten Nachmittag sind die beiden tatsächlich mit einer Überweisung wieder gekommen. Ein großer Aufwand, war aber anders nicht zu machen.

Nach dem Aufstehen werden die Betten gemacht, das heißt die Zudecke wird zusammen gefaltet werden und am Fußende gelegt. Bis zur Schlafenszeit, zwischen 18 und 20 Uhr, dürfen die Schlafräume nicht mehr genutzt werden. Je Abteilung gibt es 4-8 Betten pro Zimmer, 1-2 Privatzimmer mit einem Bett und 3 Isolationszimmer in dem bei Bedarf eine Matratze gelegt werden kann.

 

Fotos: Isolationszimmer und Medikamententablett

Die PatientInnen bezahlen eine Krankenhausgebühr von knapp 100 Euro inklusive medikamentöse Behandlung, Untersuchungen und Vollverpflegung. Wie die Gebühren für die PrivatpatientInnen ist, weiß ich nicht. In den meisten Kliniken müssen die Angehörigen für die Verpflegung sorgen.

Der Ablauf ist nicht für jeden PatientInnen gleich, manche dürfen die Station verlassen, manche bleiben drin. Es hat sich mir bis zum Ende nicht ganz erschlossen, wer wann wie raus darf. Außer natürlich diejenigen, die in den Werkstätten mithelfen. Denn eigentlich, es gibt wohl Ausnahmen, dürfen alle raus. Viele möchten aber gar nicht, sind es nicht gewohnt. Aber die morgendliche Andacht um sieben Uhr ist für alle ein Angebot und wer mitmachen kann ist dabei. Die Andacht ist im Gruppenraum der Männer, die Frauen werden dazu geholt. So beginnt ein gemeinsamer Tag mit PatientInnen und MitarbeiterInnen. Es werden mehrere (wie ich finde recht schöne, auch wenn ich sie nicht verstehe) Lieder gesungen und eine Art Tageslosung, immer von einem MitarbeiterInnen, vorgetragen. Anschließend wird sich im vorbeigehen die Hand geschüttelt und sich begrüßt. Irgendwie fand ich das ein schönes Ritual, allen einmal bewusst begegnet zu sein. Danach gehen einige der PatientInnen wieder zurück auf die Station, andere gehen auf dem Gelände fegen. Währenddessen haben die MitarbeiterInnen ihr Morning Report. Gegen acht Uhr gibt es dann die Medikamente. Diese werden im Aufenthaltsraum der jeweiligen Abteilung verteilt. Dazu gibt es einen Medikamententablett, die Namen werden aufgerufen, die PatientInnen müssen die Tabletten sozusagen vor den Augen des MitarbeiterIns eingenommen werden. Zum Einnehmen darf ein Mitpatient Wasser in dem Medikamentenbecher füllen. Komischerweise machen das nur die Männer, auch auf der Frauenstation. Wobei nicht jeder darf, manchmal würde darum gerangelt.

Danach... Fortsetzung im nächsten Post!

Herzlichst Nerissa

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