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23.07.2018 Thailand

Ein Land ohne Arbeitslose – Das Sozialsystem Thailands

Hallo liebe Blog – Leser,

> zum Vergrößern anklickenbevor wir das Sozialsystems des Landes Thailands beschreiben, erzählen wir euch erst von unserem Arbeitstag. Heute war was los...!

Als wir heute morgen auf den Hof des „Thammapakorn“ ankamen, haben wir die Filmkameras gesehen. Der Sender der Regierung hat heute morgen einen Beitrag über das Heim gedreht. Dieser dreht sich hauptsächlich um die Gesundheit der Bewohner...

Natürlich sollten auch wir vor die Kamera. Somit ist in zwei Wochen eine kurze aber hoch spannende Sequenz zu sehen, wie wir den Flur wischen. Aber wer kann schon von sich behaupten, im thailändischen Fernsehen gewesen zu sein. Alle Bewohner und Mitarbeitende waren adrett in gelb gekleidet. Später kam noch eine Mädchenklasse einer katholischen Schule vorbei. Die Schülerinnen haben sich mit den Bewohnern unterhalten und vorgetanzt. Das sehr opulente Essen war heute mal wieder gespendet und die Mädchen haben das Essen an die Bewohner verteilt.

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Aber nun zum Sozialsystem: Die Arbeitslosenquote der Thailänder liegt, so niedrig wie in keinem anderen Land, nur bei 0,5 %. Gleichzeitig ist das Wirtschaftswachstum in Thailand so niedrig wie in keinem anderen Schwellenland Südostasiens. Grund dafür ist das Sozialsystem des Landes, welches Arbeitslosen nur eine sehr begrenzte Unterstützung bietet. Daher gibt es keinen Anreiz arbeitslos zu bleiben. Auch wenn fast alle eine Arbeitsstelle haben, heißt das nicht, dass es den Menschen finanziell gut geht. Der Arbeitsmarkt in Thailand ist sehr flexibel. Arbeitslose aus den Städten gehen zurück aufs Land. In der Landwirtschaft gibt es immer jemanden der Hilfskräfte braucht. 40 % der Erwerbstätigen arbeiten in der Landwirtschaft. Aber auch abseits der Landwirtschaft gibt es genügend Arbeitsmöglichkeiten. Viele arbeiten als Taxi – Fahrer (Taxifahren ist sehr günstig, dafür ist der öffentliche Nahverkehr weniger ausgebaut). Außerdem gibt es überall mobile Garküchen, Getränkestände oder Handarbeitsläden. So nehmen auch wir es wahr. Wir haben erst einen Bettelnden gesehen. Alle paar Meter gibt es einen Essensstand und innerhalb Chiang Mai viele verschiedene Märkte und Läden mit handgefertigten Dingen (die sehr schön sind). Für Angestellte gibt es einen Mindestlohn von 300 Baht am Tag (ca. 7,70€). Selbstständige und Landwirte verdienen hingegen häufig schlechter.

Die thailändische Sozialversicherung gibt es erst seit ca. 20 Jahren und besteht aus drei Säulen: Die Renten- Kranken- und Arbeitslosenversicherung. Grundsätzlich besteht für jeden Arbeitnehmer zwischen dem 15. und 60. Lebensjahr eine Versicherungspflicht. Viele davon sind aber auch befreit, somit auch sämtliche Staatsbediensteten und medizinisches- und pflegerisches Personal. Diese können sich freiwillig privat versichern oder sind über den Staat versichert. Private Versicherungen können sich aber nur sehr gut Verdienende leisten. Monatlich werden somit vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer 3% für die Rentenversicherung, 1,5% für die Krankenversicherung und 0,5 % für die Arbeitslosenversicherung vom Gehalt bezahlt. Die monatliche maximale Leistung aus der staatlichen Krankenversicherung beträgt 15,000 Baht (384 €). Nicht vom Versicherungsschutz umfasst sind berufsbedingte Krankheiten, Invalidität und Schwangerschaft. Schwangere haben einen Anspruch auf Erstattung der Krankenhauskosten, die bei der Geburt anfallen. Die Kosten werden jedoch nur für 2 Schwangerschaften pro Frau übernommen. Krankengeld gibt es für 90 Tage und insgesamt 180 Tage im Jahr. Das Krankengeld beträgt die Hälfte des letzten Durchschnittsverdienstes, welches 15.000 Baht nicht überschreiten darf. Anspruch auf Rente hat man ab dem 55. Lebensjahr. Hat der Arbeitnehmer zwischen 1 und 15 Jahre Rentenversicherungsbeiträge gezahlt, erhält er als Einmalzahlung seine gezahlten Beiträge zurück. Ab Zahlungen in die Rentenkasse von mehr als 15 Jahren erhält der Versicherte eine monatliche Rente in Höhe von 15% der letzten 60 Monate durchschnittlich erzielten Lohnzahlungen.

Auch wenn die Lebenshaltungskosten in Thailand vergleichsweise sehr niedrig sind, steigen sie. Viele Menschen müssen bis ins hohe Alter arbeiten, werden von ihren Kindern unterstützt oder müssen in ein Heim wie das „Thammapakorn“ um alles Lebenswichtige zu erhalten.

La goon, Jana und Katja

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