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20.+21.08.2019 Schweiz - Gossau / St. Gallen

Die ersten Eindrücke auf Station Tag 2 & 3

Guten Abend liebe Leser/Innen,

dank sei der orangenen/ gelben Wanderwegbeschriftung, die mich nicht im Stich lässt und so meine 15 Minuten (oder 20 gemütlichen Minuten) zum Bahnhof in Gossau führen. Nach den ersten zwei Tagen komplettem Wetterumschwungs im Gegensatz zu Sonntag, hat es hier nur geschüttet wie aus Eimern..

Nachdem ich am heutigen Mittwoch weder auf dem Hinweg NOCH auf dem Rückweg nass geworden bin, kann man hier die Umgebung mal ein wenig besser in Gossau wahrnehmen (siehe Bild).

Da ich am gestrigen Tag völlig überwältigt von wieder neuen Informationen und neuen Menschen mich dem zweiten Tag der Hospitation in Ruhe stellen wollte, berichte ich nun heute von beiden vergangen Tagen.

Dienstag: Schichtbeginn war um sieben Uhr und ich war, bevor ich viel zu spät auf Station ankomme, meine Bahn oder meinen Bus verpasse, bereits um kurz vor halb sieben auf Station. Nachdem ich mich bei allen Kollegen, die mir über den Weg gelaufen sind, vorgestellt habe, wurde ich auch direkt jemandem zugewiesen - einem Österreicher, mit dem ich bis Freitag mitlaufen werde. So wie ich das von meiner Ausbildungs- und jetzigen Arbeitsstelle kenne, erhält man vom Nachtdienst eine mündliche Übergabe über die Patienten. Hier jedoch haben wir uns die Kadexmappen der Patienten vorgenommen & mir wurde erklärt, dass die Schichten sich immer einlesen zu den Übergaben & wenn es Rückfragen gibt diese natürlich gestellt werden können. War für mich was völlig Neues. Zudem hieß es, dass um 7:15 Uhr auch schon die Visite kommt und wir uns bis dahin eingelesen haben sollten. Gesagt getan: Diagnosen, wichtige OP's, Untersuchungen, Drainagen, Katheter, Zugänge, Einschränkungen, Besonderheiten und und und auf einem vorgedruckten Übergabezettel notiert. Der OP (- Tag) wird hier in der Schweiz auch genannt als OPS. Also Aussagen wie "Patient ist im OPS" oder "morgen ist OPS" sind hier ganz normal.

Dann haben wir uns die Kadexmappen geschnappt und uns vor unsere zuständigen Zimmer gestellt, um auf die bereits begonnene Visite zu warten. Wir waren übrigens für 5 Patienten an diesem Morgen zuständig für eine (hier in der Schweiz sogenannte/n) diplomierte/n Fachmann oder -frau ganz normal. Im besten Fall nicht mehr als sieben Patienten pro Fachkraft - zumindest im Frühdienst. Nach der recht fix von statten gegangenen Visite musste mein Anleiter komplett alle mündlichen Verordnungen des Arztes selber notieren. Danach ging es auch schon direkt an das Ausarbeiten der Visite und zum Beispiel Blut abnehmen, was hier auch Standard ist, dass diese von den Fachkräften und nicht von den Ärzten durchgeführt wird. Während einigen dringenden Überwachungen, Beobachtungen und aufwendigen Verordnungen bei einer Patientin von uns und dem Entlassen von zwei Herren sowie aufnehmen von zwei neuen Herren, hat eine Schülerin in der Ausbildung freundlicherweise Patienten bei der morgendlichen Körperpflege geholfen. Fact: Die Aufnahme der Patienten nennt man hier Eintritt (E) und die Entlassung der Patienten Austritt (A). Sprich ein einfaches E in Deutschland für Entlassung und ein (N)A für (Neu-)Aufnahme haben hier unter diesen Abkürzungen komplett gegensätzliche Bedeutungen.

Was echt unglaublich viel Aufwand ist, ist der administrative Teil in Papierform. ALLES ist in Papier: ein großes A3 Blatt mit verschieden eingeteilten Bereichen für Diagnosen, Eingriffen, Verordnungen, Infos an die Pflege, Tagesübersicht über Blutdruck (bei uns in Deutschland RR für Riva-Rocci und hier ganz einfach mit BD abgekürzt), Puls, Temperatur, Sauerstoffsättigung und anderer wichtiger Parameter sowie Medikation (oral, intravenös, subkutan, intramuskulär..) und und und. Alles handschriftlich und sorgfältig notiert und jeden Tag kleinlich weiterzuführen. Weiter administrativ sind Aufklärungen, Gesprächsprotokolle der Pflege, Überwachungsbögen, Pflegeanamnese, Pflegeplan, Briefe, Assessments, die standardmäßig bei jedem Eintritt ausgefüllt werden (z.B. Mini-Mental-Test) und und und.. da sitzt man schonmal ganz schön lange an dem Schreibtisch.. Damit hab ich nicht gerechnet, dass es SO viel ist. Da wird einem schon echt bewusst, dass ich in Bielefeld mit der elektronischen Akte auf der Gefäßchirurgie verwöhnt bin, welche ich auch nicht missen möchte.

Gegen 9:30 Uhr wird eine gemeinsame Frühstückspause auf Station gemacht sowie am Mittag ab 11:30 Uhr die Mittagspause, die in zwei Gruppen ebenfalls auf Station stattfindet.

Bei Kleinigkeiten wie Vitalzeichen - und Blutzuckermessung oder auch der Mobilisation habe ich mit geholfen. Laut der Vereinbarung mit der Fachhochschule, sollen wir eher nur mitlaufen, ich möchte aber auch nicht einfach nur daneben stehen, mitlaufen wie im ersten Einsatz der Ausbildung und garnichts tun - ich möchte auch einfach helfen, mit Anpacken und meinen Beitrag leisten. Somit habe ich am ersten Tag bei Kleinigkeiten wie Vitalzeichen - und Blutzuckermessung oder auch der Mobilisation meine Hilfe geleistet.

Bei der Mobilisation eines Patienten ist mir aufgefallen, dass Hausschuhe oder Schlappen in der Schweiz Finken heißen, klingt ziemlich amüsant mit der richtigen Betonung und dem Akzent.

Den heutigen Mittwoch habe ich etwas ruhiger in den Tag gestartet, da ich nun einigermaßen wusste, was auf mich zukam. Nach der Visite und der morgendlichen Körperpflege, wo ich geholfen habe, durfte ich auch tatsächlich schon Blut abnehmen, Eintragungen tätigen und Medikamente verteilen. Heute war, trotz wieder mal zwei Austritten und zwei neuen Eintritten ein übersichtlicherer Tag als gestern. Alles eine Sache der Gewöhnung & Routine nehme ich mal an. Die kommt wohl noch die nächsten Tage. 

Bis dahin, eure Lea.

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