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19.07.2019 Schweiz

Salü!

Grüzi Miteinand,

Mittlerweile gewöhnt man sich nach fast einer Woche in Basel an den Schweizer Dialekt und man lernt die Leute hier, auch wenn sie schnell reden zu verstehen.

Gestern hatte ich bis zum Späten Abend den Triage Dienst, wie ich es ja bereits im Voraus erwähnt habe, werde ich euch ein bisschen davon berichten.

Anders Als ich es aus Deutschland kenne, gibt es alleine 5 Triage Behandlungskabinen und die Triagierung, also die Ersteinschätzung der Patienten wird in der Schweiz ...

... von einer Pflegefachkraft mit einer Notfallweiterbildung und einem Oberarzt durchgeführt. Dies hat den Vorteil, dass Bagatellverletzungen und Menschen die ohne einen triftigen Grund die Notaufnahme aufsuchen, direkt von diesem Heimgeschickt oder an den weiterbehandelnen Hausarzt geleitet werden können. Auch die Verteilung der Patienten in das Notfallzentrum, die Poliklinik oder Notfallpraxis können somit durchgeführt werden, was dazu führt, dass die individuellen Wartezeiten möglichst gering gehalten werden. Natürlich lassen sich Notfälle nicht planen und es kommt immer mal wieder zu langen Wartezeiten, diesem wird aber möglichst entgegengesetzt. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Arzt schon einmal weitere Untersuchungen, wie beispielsweise das Röntgen anordnen kann, sodass auch hierdurch die Wartezeiten verkürzt werden.

Auch gelernt am gestrigen Abend ist, dass die Versorgung von einzelnen Notfallbildnern sich deutlich von der deutschen Versorgungsart unterscheidet. Hierzu berichte ich euch von einem Fall.

Gestern Abend ist eine junge Frau vor der Klinik zusammengebrochen, fing an schrecklich zu Hyperventilieren und wie die Schweizer sagen: „sie schnuffte nit recht“. In Deutschland wäre se ins Behandlungszimmer gekommen und mit einer Maske oder Tüte wäre interveniert worden. In der Schweiz jedoch wurde mir gesagt, dass sie nach den neusten Studien arbeiten und diese ergeben haben, dass diese Maßnahme sogar kontraproduktiv sei, denn sie kann zu einer Hirnschädigung im schlimmsten Falle führen. So wurde die Damen mit ruhigem Zureden, etwas Sauerstoff zur Beruhigung und erst, nachdem sie nach einiger Zeit keine Besserung zeigte, wurde ein Beruhigungsmittel gegeben. So eine Fallabwicklung bzw. Behandlung sieht in Deutschland ganz anders aus, ich könnte euch noch dutzende Fälle erzählen, in den nächsten Tagen noch ein paar mehr.

Nun nachdem ich dann gestern um 22 Uhr Feierabend hatte, durfte ich heute etwas später um 8 Uhr kommen, damit die Ruhezeiten eingehalten werden. Und als ich heute Morgen die Klinik betrat und ins Notfallzentrum ging, wurde ich direkt mit zwei Notfällen nacheinander überrascht. Zuerst eine Dame, die bereits eine atmungsbetreffende Vorerkrankung hatte und nun aus unerklärlichem Grund bewusstlos wurde. Hier durfte ich miterleben, wie das Schockraum Team arbeitet und auch bei den weiteren diagnostischen Maßnahmen mit Dabeisein, wie zum Beispiel beim CT. Der zweite Patient war ein sehr alter Herr, der unter plötzlicher Atemnot litt und auch bei uns in der Aufnahme eine erschwerte Atmung aufwies. Nach der Durchführung eines EKGs wurde leider ein Herzinfarkt festgestellt, der aufgrund seines hohen Alters (97), mit Absprache mit den Angehörigen, nichtmehr behandelt wurde und dieser ein ruhiges Plätzlichen in der Überwachungszone erhielt, wo er dann nach einiger Zeit verstorben ist. Hierrüber muss ich auch jetzt noch viel nachdenken, denn ich bin in der Kinderklinik gewohnt gewesen, immer das Maximum an Therapie zu geben, auch wenn es in diesem Fall das Leid des Patienten noch verstärkt hätte.

Also bin ich nach dem Dienst noch durch die Stadt gegangen und habe mich in Basel, zu Ablenkung etwas umgeschaut und Geld gewechselt, denn leider gibt es nur wenige Wechselstuben hier in Basel, dafür muss man dann sehr weit laufen.

Nun ist es schon spät und ich habe am Wochenende endlich frei und die Möglichkeit die Gegend mir etwas näher anzuschauen. Ich halte euch auf dem Laufenden!

Euer Marcel

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