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Weltweit

Vorurteilsfreies Erziehung im Kindergarten – Anti-Bias- Ansatz aus den USA


Interkulturelles Verständnis , Anerkennung von Vielfalt, Zugehörigkeit aller zu einer Gemeinsacht, Lernen von und mit anderen Kulturen  stehen im Fokus des Anti-Bias-Approach aus den USA. In der Offenen Kommunikation und dem interkulturellen Dialog liegt die Chance auf gemeinsamen Wachstum. Schulen und Nachbarschaften sollen Räume sein, in denen jeder in seiner Identität wahrgenommen und toleriert wird.

Aus den erprobten Erfahrungen der amerikanischen Gesellschaft mit ihrer langen Tradition als Schmelztiegel für Einwanderer aus vielen Ländern entwickelte sich aus der Bürgerrechtsbewegung heraus in den 60er Jahren des letzten Jahrhundert der Ansatz der „multikulturellen Erziehung“.

Kinder nehmen Unterschiede in der ethnischen Zugehörigkeit der Menschen schon sehr früh war, sind neugierig und vorurteilsfreier als Erwachsene. Gleichzeitig werden ihre Wahrnehmungen durch den Umgang der Gesellschaft, ihres Umfeldes, auch mit „institutional racism“ verfärbt und eingetrübt. Der Anti-Bias-Ansatz verfolgt in dieser Auseinandersetzung vier Ziele:

  1. Entwicklung einer selbstbewussten Ich-Identität in ihrer zugehörigen Gruppe
  2. Aufbau von Empathie im Umgang mit verschiedenen Kulturen („sich wohlfühlen“)
  3. Unterstützung von Kindern in der kritischen Wahrnehmung von Vorurteilen
  4. Konkrete Aktionen gegen Ungerechtigkeit und Diskriminierung installieren


Der ABA wird in den USA, Australien, Südafrika aber mittlerweile auch hier erfolgreich in Kindergärten und Schulen eingesetzt. Wir können davon eine gute Portion lernen  und umsetzen.

Hier geht es zu einem interessanten Text als PDF-Datei von Louise Dermann Sparks aus dem Jahr 2001, welcher sich der Anti-Bias-Arbeit mit kleinen Kindern in den USA widmet. Er hat bis heute nicht an Aktualität verloren und liefert gute Grundlagen über den Anti-Bias-Ansatz.

Hier geht es zur Webseite der Fachstelle Kinderwelten für Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung.

 

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