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Tag 3

Eine Transplantation (04. Sep. 2019)

Zunächst möchte ich noch ein paar Worte über meine Personalunterkunft verlieren bevor ich euch von einem ereignisreichen Dienst erzähle.
Wie bereits beschrieben wohne ich zur Miete in einer Personalunterkunft direkt auf dem Klinikgelände. Ich habe hier mein eigenes Zimmer und teile mir die Nasszelle sowie die Küche mit zwei Kollegen aus dem Universitäts Spital Zürich (USZ). Ein Mitbewohner ist Arzt und arbeitet in der Anästhesie - zurzeit allerdings im Nachdienst, sodass ich mit ihm nur kurz einmal sprechen konnte. Mein anderer Mitbewohner kommt ursprünglich aus dem deutschen Pflegesystem und hat vor ein paar Jahren beschlossen nicht mehr unter den Bedingungen in Deutschland arbeiten zu wollen. Jetzt arbeitet er nach seinem abgeschlossenen Diplom (Fachweiterbildung) auf einer Internistischen Intensivstation. Er beobachtet weiterhin die Fortschritte in Deutschland und ist erstaunt, dass nach all den Jahren die Pflege sowohl berufspolitisch aber auch in den Kliniken  nicht wirklich vorangekommen ist.

Mein Dienst startete heute wie geplant um kurz nach 7 Uhr. Die Schichtleitung - derjenige der am Dienstältesten ist - hat sich für heute überlegt, dass ich bei einer OP dabei sein soll. Gerne habe ich diese Möglichkeit angenommen. Es sollte ein Eingriff bei einem Patienten erfolgen, der sich selbst in Brand gesetzt hat und schwerste Verbrennungen davon getragen hat. Es waren ca. 6 Std. angesetzt. Zur Information: Unsere Haut ist nicht nur das größte, sondern auch ein sehr wichtiges Organ, so dass Trauma und Pathologie mit ernsthaften Schäden oder Verlust der Haut lebensbedrohlich sein können. Eine Hauttransplantation ist der häufigste Weg, um die Integrität der Haut wiederherzustellen.
Die Operation musste unter erschwerten Bedingungen für das Personal stattfinden. Dadurch das die Haut so sehr beschädigt war konnte die Körpertemperatur nicht mehr aktiv selber vom Patienten gehalten werden. Daher wurde der OP Saal auf 36 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von 42 % aufgeheizt - dieses hat den ein oder anderen Schweißtropfen gefordert.
Zunächst wurde der Ganzkörperverband gelöst und der Körper über einen großen „Badewanne“ mit warmen Wasser und Desinfektionsmittel gereinigt. Es folgte eine dekompressionsnekrotische Operation dabei wird die resultierende Kruste auf der Verbrennungswunde sezier und anschließend mit Antiseptika behandelt. Die gängigste Methode um einen Defekt zu schließen, ist es wenn möglich, den Hautlappen des Patienten zu transplantieren (Autotransplantation). Dabei nimmt man gesunde Haut die zuvor mit einer Maschine (Dermatom) in hauchdünnen Lappen vom Körper abgetragen werden. Darüberhinaus wurde um die Haut widerstandsfähiger zu machen Spenderhaut (allogene Transplantation) transplantiert.
Zum Schluss wurden die Wunden mit sterilen keimtötenden Bandagen mit Silberionen überlagert.  Solche Verbände absorbieren Exsudat ohne an der Wunde zu haften und fördert die Bildung von trockenen Schorf.

Zum Nachmittag hin erfolgte dann die Narkoseausleitung und Wiederaufnahme auf die ITS. Nach der Übergabe an den „Spätdienst“ der schon zum Frühdienst da war und eine 12 Std. Schicht hatte ging es in den verdienten Feierabend.
Weitere Eindrücke und Erfahrungen aus dem Spital in Zürich erfahrt Ihr am Freitag. 

Bis dahin und Liebe Grüße aus der Schweiz,

Jan-Niklas Schleef
 

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