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Kleine aber feine Unterschiede im Gesundheitssystem

29.08.2019 CH Thun

Liebe/r Leser/in,

 

den heutigen Tag möchte ich dazu nutzen noch einmal etwas über die Krankenversicherung, die Finanzierung von Pflegeleistungen und das schweizerische Bildungssystem für Gesundheit zu berichten.

Im heutigen Frühdienst hatte ich die Zeit mich zu diesen Themen noch einmal mit einer Kollegin auszutauschen und mir weitere Informationen dazu einzuholen. Das Krankenversicherungssystem ist hier ein wenig anders geregelt, als bei uns in Deutschland. Jeder Versicherte zahlt eine monatliche Prämie, deren Höhe von Kasse zu Kasse und von Kanton zu Kanton variieren kann. Trotz hoher Prämien müssen sich Versicherte an den Kosten, die in einem Krankheitsfall entstehen beteiligen. Diese Kostenbeteiligung setzt sich zum einen aus der Franchise, dem Selbstbehalt und einem Beitrag an den Kosten eines Spitalaufenthaltes. Die Franchise ist der Betrag, den ein Versicherter jährlich selbst leistet. Dieser beträgt jährlich 300 CHF. Um geringere Prämien zu zahlen kann man diesen Franchise Betrag auch höher ansetzen. Erst wenn dieser Betrag erreicht ist, beginnt die Krankenversicherung mit der Leistungserbringung. Wählt man nun beispielsweise einen Betrag von 2000 CHF als Franchise, sinken die monatlichen Prämien. Im Krankheitsfall müssen dann allerdings alle Kosten, die diesen Betrag nicht übertreffen selbst getragen werden. Sparen kann man dann also in diesem Fall nur, wenn man gesund bleibt und keine oder geringe Kosten entstehen.

Erbringt die Krankenkasse Leistungen, die über die vereinbarte Franchise hinausgehen, ist der Versicherte ebenfalls dazu verpflichtet 10% der Behandlungskosten selbst zu bezahlen. Hier gilt allerdings eine Jahresobergrenze von 700 CHF bei Erwachsenen. Mit dem Spitalbeitrag verhält es sich ähnlich wie in Deutschland, wo man 10 Euro Krankenhaustagegeld bezahlt. Der Spitalbeitrag in der Schweiz beträgt 15 CHF/Spitaltag.

Eine Pflegeversicherung wie bei uns in Deutschland gibt es hier allerdings nicht. Eine Pflegestufe kann hier in der Schweiz erst bei Einzug in eine stationäre Pflegeeinrichtung beantragt werden. Somit erhält man keine Pflegestufe, wenn man pflegebedürftig ist, allerdings noch zu Hause wohnt. Es gibt Pflegestufen von 0 – 12. Erbrachte Pflegeleistungen werden größtenteils vom Kanton bezahlt, lediglich ein Betrag von 15,95 CHF/Tag muss vom Leistungsempfänger selbst getragen werden.

Bezüglich des Bildungssystem im Gesundheitswesen, das auf dem Foto oben links abgebildet ist, möchte ich auf die Studienmöglichkeiten hier in der Schweiz eingehen. Besonders interessant bei der Betrachtung der Bildungssystematik finde ich die Möglichkeit direkt nach dem Gymnasium an einer Fachhochschule verschiedenste Gesundheitsberufe zu studieren. In Deutschland gilt häufig eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem Gesundheitsberuf als Voraussetzung zum Bachelor-Studium. Auch die Möglichkeit parallel zur Ausbildung zu studieren ist an dem ein oder anderen Standort möglich. Hier in der Schweiz gilt als Zugangsvoraussetzung die Maturität (Abitur) und ein 2-monatiges Vorpraktikum in der Pflege. Dieses muss vor Studienbeginn absolviert und nachgewiesen werden. Nach dem Bachelor-Abschluss hat man hier in der Schweiz auch noch einige Möglichkeiten sich weiter zu bilden. Zum einen kann man eine Höhere Fachprüfung ablegen, um beispielsweise ein Diplom als Fachexperte/-in für Infektionsprävention im Gesundheitswesen zu erhalten. Ebenfalls kann man ein sogenanntes Nachdiplomstudium absolvieren, dass beispielsweise mit dem Titel Experte/-in in Intensivpflege beendet wird. Als dritte Möglichkeit steht einem nach dem Bachelor-Abschluss ein Master-Studium zur Verfügung. Ein Master of Science ist in den Fachrichtungen Pflege, Ergotherapie und Physiotherapie möglich.


Nun aber erst einmal genug der Informationen.

 

Adé und bis bald,

 

euer Dominik

 

Quelle der Darstellung: OdASanté, Bern, 2017.

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