Zur Startseite - Home
Management
Soziale Arbeit und Diakonik
Psychische Gesundheit
Pflege
Schwerpunkt NeuroCare
Blog 'Pflege'
Ergotherapie
Heilpädagogik
Zertifikats-Angebote
Organisationsentwicklung
CommunityMentalHealth (MA)
Zusatzqualifikationen
Beratungs-Hotline der FH der Diakonie
Weiterbildungsprojekt
"100 x Zukunft":

 

Alle Informationen / Unterlagen zum Projekt finden Sie auf der folgenden Seite:
Projekte

04. / 05.08.2018 Tansania

... das Schulsystem, das Gesundheitswesen, Lutindi und das Lutindi Mental Hospital... die ersten Einblicke

Liebe Blog-LeserInnen,

> zum Vergrößern anklickendas Schulsystem in Tansania unterscheidet sich sehr zu unserem in Deutschland. In Tansania hat jedes Kind das Recht auf Grundschulbildung, die mit dem sechsten Lebensjahr beginnt. Das Schulsystem ist durch die britische Kolonialzeit geprägt.

Erziehung, Bildung und Ausbildung wird zentral vom Ministerium organisiert. Öffentliche Schulen sind bis zur 11. Klasse kostenlos, weiterführende Schulen sind wiederum kostenpflichtig. Allerdings müssen die Familien ...

... die Kosten für Transport, Schuluniform, Verpflegung, Schulbücher und Lehrmaterial übernehmen. Das ist schon mal ein Grund, dass viele Kinder keine Schule besuchen können, besonders in ländlichen Gegenden macht sich das bemerkbar. Zumal es auf dem Land auch noch an Lehrer und an Geld mangelt. Oft trifft es die Mädchen, die dann zwangsverheiratet werden oder zu Hause helfen müssen.

Nach der Grundschule (Primary School) können sich die Familien die Schulen nicht aussuchen. Die Wahl der Schule wird vom Ministerium bestimmt. Es kann dann passieren, dass die Schule ganz weit weg ist. So müssen die Kinder unter der Woche im Internat leben und können selten am Wochenende mal nach Hause, da die Fahrt zu lang und auch teuer ist.

So sieht sie aus, das Schulsystem:

  • Nursery School; in etwa mit unserem Kindergarten zu vergleichen. Neben spielen, singen und tanzen müssen die Kinder schon Schreiben, Lesen und die ersten Schritte in Mathematik und in Englisch lernen. Unterrichtssprache ist Kiswahili.
  • Primary School; Grundschule 1.-7. Klasse. Meist staatlich, sehr große Klassen, der Unterricht soll komplett in englisch gehalten werden. Damit kommen die LehrerInnen meistens an ihre Grenzen.
  • Secondary School Form 1-4; Klasse 8.-11, üblicherweise Internatsschule, staatlich oder wer finanziell gut gestellt ist, kann sein Kind auf eine private Schule schicken. Der Unterricht soll in englisch sein, wird aber meist nur in privaten Schulen eingehalten. In staatlichen Schulen hinken die SchülerInnen durch Fehlzeiten hinterher.

> zum Vergrößern anklickenDanach ist noch die Form 5-6 möglich, mit unserer Oberstufe vergleichbar. Dies ist sozusagen die „Creme de la Creme“, da dann alle Türen offen stehen wie z.B. Ein Studium.
Alle anderen können hier das sogenannte Collage besuchen. Das sind dann Trainingscenter, in denen junge Menschen auch studieren können selbst wenn sie nicht mit dem akademischen Grad abschließen wie die UniversitätsstudentInnen. Die AbgängerInnen des Trainingscenters können handwerkliche Berufe wie Nähen, Kochen, Techniker oder Tour-Guides erlernen. Diejenigen von weiterführenden Schulen können sogar in Ingenieurwesen, Computer und Lehramt ihre Ausbildung machen.

Das Gesundheitswesen und -system - Gesundsein ist in Tansania etwas kostbares

Geldmangel, Korruption und eine starkwachsende Bevölkerung lässt das tansanische Gesundheitssystem kollabieren. Die Chance schnelle medizinische Hilfe zu erhalten, besonders auf dem Land, ist heute noch gering. Nach der Unabhängigkeit war die Gesundheitsversorgung kostenlos und staatlich organisiert. Private und kirchliche Träger wurden erstmal verboten. Nach anfänglichen Erfolgen, auch in ländlichen Gegenden ( rückläufige Kindersterblichkeit, Lebenserwartung stiegen), wurde die kostenlose Gesundheitsversorgung in den 80er durch wirtschaftliche Probleme immer schwieriger. Es herrschte Personal- und Medikamentenmangel. Der Staat war nicht mehr in der Lage die kostenlose Versorgung der Menschen zu gewährleisten. In den staatlichen Krankenhäusern müssen die PatientInnen ein Teil der Kosten und auch die Medikamente selbst zahlen. Erst Jahre später ließ die Regierung kirchliche und private Träger in den Gesundheitsbereichen wieder zu. Man konnte sich jetzt auch krankenversichern, sofern man genügend Geld besaß. Mit einer Krankenversicherung waren die Familien von Zahlungen für Gesundheitsdienstleistungen befreit. Den anderen blieb eine Kostenbeteiligung in den Krankenhäusern nicht erspart. Das staatlich geführte Gesundheitswesen ist hierarchisch gegliedert.

Es beginnt mit den

  • Consultant Hospitals (Zentralkrankenhäusern), die ihre Funktion als Referenzkrankenhäuser nur bedingt wahrnehmen können, da es z.B. an den schlechten Infrastrukturen im Lande scheitert (fehlende Straßen, mangelnde Kommunikationsmöglichkeiten von entlegenden Regionen in die Städte). Consultant Hospitals sind ausgestattet mit Spezialabteilungen, Fachärzte und sind Lehr- und Universitätskliniken.
  • Regional Hospital, gibt es je ein Hospital pro Region/ 1 Mio. Einwohner. Mit Fachärzte und Allgemeinärzte, Medical Assistent, kleiner Fachabteilung und überweisungsbefugt.
  • District Hospital, haben ein Bett pro 1000 Einwohnern, max. 4 Ärzte, Medical Assistent und keine Fachabteilungen. Ein District von 100.000-200.000 Einwohnern.
  • Health Center, pro 50.000 Einwohnern
  • Wünschenswert wären bei den beiden letzen ein Arzt oder Medical Assistent mit zusätzlichen Studium als Leitung, MitarbeiterInnen für Gesundheitsprävention, Entbindungsstation, Hebammen und Pflegepersonal, Laborant, Impfungen, Mutter-Kind Versorgung und Möglichkeiten zur stationären Behandlung.
  • Dispensary, auf 10.000 Einwohnern, mit Medical Assistent, kurative und präventive Arbeiten, Pflegepersonal, Labor, Entbindungen, Impfungen und Mutter-Kind Vorsorge.
  • Dies alles hier sind nur ca. Angaben.

> zum Vergrößern anklickenDie Realität sieht anders aus. Es sind lange Wege zum Krankenhaus, bei akuten Erkrankungen nicht förderlich. Es gibt keine Behandlung ohne Überweisung und Überweisungen gibt es nur in überweisungsbefugte Kliniken, diese entscheiden auch welches Krankenhaus weiterbehandelt. Natürlich kann man auch zahlen, wenn keine Überweisung vorliegt, aber das ist äußerst selten und keine gängige Praxis. Also sind die Menschen stundenlang oder auch tagelang unterwegs bis sie richtig behandelt werden können.
Daher ist Gesundheit hier in Tansania ein hohes Gut (und wahrscheinlich in vielen Länder Afrikas)!

...auf nach Lutindi

Herzlichst Nerissa

< zurück
Seite drucken
 

Diese Webseite verwendet Cookies, um die Bedienfreundlichkeit zu erhöhen.
Weitere Informationen.
Impressum

OK

Pflege 2019 in ...

... Österreich- das Blog von Joana Beyer:

-> zum Blog

-> zum Blog

... England - das Blog von Nadine Recke:

-> zum Blog

-> zum Blog

... der Schweiz - das Blog von Marcel Wolff:

-> zum Blog

-> zum Blog

... Indien - das Blog von Sophy Friesen:

-> zum Blog

-> zum Blog

... der Türkei - das Blog von Elif Berber:

-> zum Blog

-> zum Blog

Gefällt Dir?

teilen tweeten moodlen

Weiter gehts mit mehr...

->



-> 


->

Berufs-
begleitend
Studieren


praxisnahes
Studium


Netzwerke
nutzen

ONLINE bewerben
Hier können Sie sich
ONLINE für einen
Studienplatz bewerben...


Folgen Sie uns auf:
Folgen Sie uns auf FacebookFolgen Sie uns auf TwitterAbsolventInnen können sich auf XING vernetzenUnsere Videos auf YouTube

Datenschutzerklärung