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26.07.2018 Thailand

Der Weg zum Nirwana – Feste und Zeremonien im Buddhismus

Hallo liebe Blog – Leser,

heute war ein besonderer Tag im Heim „Thammapakorn“. Ab dem 28.7. beginnt hier die „Vassa“ oder auch die traditionelle Rückzugszeit der Mönche während der Regenzeit. In dieser Zeit gehen viele jungen Männer für eine begrenzte Zeit in das Kloster. Diese dauert 3 Monate an. Dabei verlassen die Mönche ihren Tempel nicht und konzentrieren sich auf die Meditation und die heiligen Schriften...

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Der Grund dafür ist, dass die Mönche in dieser Zeit nicht umherwandern sollen, damit die junge Saat auf den Feldern nicht durch sie zertreten wird. Diese Tradition ist schon sehr alt und stammt aus der Zeit des Buddha. Vor dem Feiertag am 28.7. „Khao Phansa“ („in die Regenzeit eintreten“) wird eines der wichtigsten buddhistischen Feste gefeiert - „Asalha Puja“.
Das Fest huldigt die erste Rede von Buddha nachdem er erleuchtet wurde und die Entstehung und Verbreitung des Buddhismus. Hier im Heim wurde das Fest um einen Tag vorgezogen, da ab dem 27.7. die Mitarbeiter der staatlichen Unternehmen 4 Tage frei haben. In diesen Tagen arbeiten nur einige Pflegende im Heim. Bei der buddhistischen Zeremonie durften wir heute auch teilnehmen. Es wurden dazu 3 Mönche eingeladen, die mehrere Reden und Gebete gehalten haben. Im Anschluss hat jeder Mönch eine riesige gelbe Kerze, eine neue Mönchsbekleidung, Kissen und eine Decke, Geld und etwas zu Essen und zu Trinken erhalten. Da es früher noch keinen elektrischen Strom gab, schenkte die Bevölkerung Kerzen an die Mönche, damit diese ihre heiligen Schriften lesen können (= Geschenk des Lichts). Dies ist heute noch eine besondere Ehre in Thailand. Der „Thammapakorn“ Gemeinschaftssaal wurde mit frischen Blumen geschmückt und Kerzen und Räucherstäbchen am angezündet.

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Im Anschluss wurde eine zweite Zeremonie gefeiert. Diese galt dem König der am 28. Juli Geburtstag hat. Der Geburtstag des Königs wird traditionell vier Tage lang gefeiert. Für den König wurde gesungen (Nationalhymne, Lied des Königs) und eine Rede gehalten. Anschließend wurde sich von dem Foto des Königs aufgereiht. Die Frauen haben sich niedergekniet und die Männer haben salutiert. Alle haben Glückwünsche, Vor-und Zuname und ihre berufliche Tätigkeit in ein Buch geschrieben. Da freiwillige Helfer in einem Heim der Regierung einen ganz besonderen Stand haben, sollten auch wir uns in dieses Buch eintragen. Dieses Buch wird in jeder staatlichen Organisation geführt und dann an den Palast gesandt. Der König hat auf jeden Fall ab heute sehr viel zu lesen.
Jeder Bewohner und Mitarbeiter strahlte heute in der Farbe gelb. Wie schon erwähnt steht gelb für den Wochentag an dem der König geboren ist. Es wurde später noch ein blaues Basecap und ein Halstuch angezogen, blau ist die Farbe der Königin. Anschließend wurden dann sehr viele Fotos geschossen. Zeitgleich fand in allen Institutionen der Regierung in Thailand eine solche Zeremonie statt.
So viel zum heutigen Tag...und nun zu einem sehr sensiblen Thema.

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Eine Dame aus unserer Gruppe liegt nach wie vor im Krankenhaus. Neben ihren neurologischen Problemen hat sie wohl auch Probleme mit den Nieren und wird wohl bald versterben. So hat es uns jedenfalls die Pflegerin erzählt. Uns interessiert der Umgang mit dem Tod oder mit Sterbenden im Buddhismus und haben deswegen nachgefragt. Im Buddhismus glauben die Menschen an die Wiedergeburt. Der Geist des Menschen sucht sich nach dem Austritt aus dem alten Körper einen neuen. Das Karma, welches wir schon in einem anderen Blogpost ausführlich beschrieben haben, bestimmt diesen neuen Körper. Dieser Kreislauf der Wiedergeburten heißt „Samsara“ (Leben, Tod und Wiedergeburt). Diese ständige Wiedergeburt soll eine leidvolle Erfahrung sein und kann nur durch den Eintritt in das Nirwana (Zustand des höchsten Glücks) überwunden werden. Das Nirwana ist kein Paradies oder Himmel, sondern ein Zustand. Selbst auf dem Sterbebett soll eine Meditation den Sterbenden helfen in einen Zustand der höchsten Freude überzugehen. Diese „Phowa“-Meditation („bewusstes Sterben“) wird schon lange vor dem Tod geübt. Die Menschen werden hier nicht im Sterbeprozess alleine gelassen, sondern von Angehörigen begleitet. Sie geben dem Sterbenden die besten Wünsche für die Wiedergeburt. Die positiven Zusprüche im Sterbeprozess können den Kreislauf verkürzen und den Eintritt in das Nirwana beschleunigen. Negative Gedanken könnten dazu führen, dass der Sterbende als Tier oder anderes Wesen im elenden Dasein wiedergeboren wird. Nur der achtfache Weg, basierend auf den vier edlen Wahrheiten (alles bedingte ist Leid, Leid hat eine Ursache, es gibt ein Ende des Leids, es gibt einen Weg zum Ende des Leids) zusammen mit Meditation kann die Menschen aus dem leidvollen Kreislauf befreien.
Es darf aber getrauert und geweint werden. Zuviel Trauer dem Sterbenden kann aber dazu führen, dass der Geist wieder in den Körper übergeht und somit unendliches Leid hervorruft. Nach dem Tod wird der Verstorbene im eigenen Haus oder Tempel aufgebahrt. Im Buddhismus ist der Atemstillstand kein Zeichen für den Tod. Der Leichnam beinhaltet noch Energien und der Geist muss mehrere Phasen bis zur Auflösung durchlaufen. Deswegen wird der Körper erst nach ca. 3 Tagen völliger Ruhe (ohne Berührung) verbrannt. Der Leichnam wird dann bei einer Begräbniszeremonie bestattet. Es werden dabei Reden Buddhas gelesen und an positive Erlebnisse mit dem Verstorbenen erinnert. Die positiven Gedanken sollten dort überwiegen, da Tränen und Trauer oft nur durch Selbstmitleid durch den Verlust der Verstorbenen entstehen. Meistens werden die Verstorbenen in einem Familiengrab beerdigt. Auch im „Thammapakorn“ gibt es eine Zeremonie für die Verstorbenen, da die meisten der Bewohner aktive Buddhisten sind.

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„Lerne loszulassen, das ist der Schlüssel zum Glück!“ (Buddha)

La goon,

Jana und Katja

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