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20.07.2018 Thailand

Wie eine Familie - Die Bewohner im Heim „Thammapakorn“

Hallo liebe Blog - Leser,

inzwischen sind fast zwei Wochen unserer Zeit hier in Thailand um. Durch die vielen Eindrücke und Erlebnisse sind diese aber wie im Flug vergangen.

In den letzten Tagen haben wir versucht mehr über die Bewohner des „Thammapakorns“ zu erfahren. Ein bisschen haben wir schon über die Gründe, warum sie dort leben, berichtet...

Gemeinsam haben wir in dieser Woche mehreren Bewohnern die gleichen Fragen gestellt. Leider sind viele aus unserem Bereich kognitiv eingeschränkt und deshalb konnten wir über diese nur wenig herausfinden. Wir wollten wissen, wie lange sie schon dort wohnen, wo genau sie her kommen, welcher Berufstätigkeit sie nachgegangen sind, ob die Kinder oder Ehepartner haben / hatten, was ihre Hobbys sind, warum sie dort leben, was sie im Heim mögen und ob sie glücklich sind.

Die älteste Bewohnerin unserer Gruppe ist fast 99 Jahre alt. Körperlich und kognitiv geht es ihr altersentsprechend gut. Sie kann sich fast vollständig selbst versorgen, ist an einem Rollator mobil und wäscht sogar ihre Wäsche noch selbst. Seit 12 Jahren wohnt sie im „Thammapakorn“. Sie ist verwitwet und hat keine Kinder. Dafür eine Nichte und einen Neffen. Da sie kein Einkommen hat, musste sie in das Heim umziehen. Früher hat sie in der Landwirtschaft gearbeitet und Obst und Gemüse angebaut. Sie ist glücklich im „Thammapakorn“ leben zu dürfen. Dort bekommt sie eine gute Versorgung und ist nicht alleine. Die anderen Bewohner bezeichnet sie als Freunde. Sie sagt, dass sie glücklich ist und dort auch ihrem Hobby, der Musik, nachgehen kann.

Die meisten Bewohner haben keine Angehörigen, die sich um sie kümmern. Und auch die Armut ist fast immer der Grund, weshalb sie in das Heim ziehen.Wir haben, bis auf eine Ausnahme, noch nie gesehen, dass jemand Besuch bekommen hat. Eine Bewohnerin bekommt täglich Besuch von ihrem Sohn. Da dieser ein Mönch ist und er seine Mutter nicht bei ihm aufnehmen kann, lebt sie im Heim. Gemeinsam frühstücken sie jeden Morgen und auch zum Mittagessen holt er ihr etwas Leckeres vom Markt.

Eine weitere Bewohnerin wohnt erst seit einem Monat im „Thammapakorn“. Auch sie kann sich noch selbst versorgen und ist kognitiv und körperlich nicht eingeschränkt. Stolz erzählt sie uns, dass sie keine Medikamente braucht. Sie ist 67 Jahre alt und auch im Heim, weil sie arm und alleine ist. Ursprünglich kommt sie aus Chiang Mai und hat zuletzt in Bangkok gewohnt bevor sie wieder in die Heimatstadt zurück gekehrt ist. Da sie mit ihrem inzwischen verstorbenen Ehemann lange in der Nähe von Tottenham in England gelebt hat, spricht sie sehr gut englisch. Sie ist sehr vielseitig interessiert. Unter anderem mag sie die englische Literatur und hat auch mal angefangen Englisch zu studieren. Letztendlich hat sie aber als Sozialarbeiterin gearbeitet. Sie ist überzeugte Buddhistin und nimmt täglich beim Gebet im Heim teil. Sie mag die angebotenen Aktivitäten, wie der tägliche Sport und die anderen wechselnden Angebote z.B. gemeinsames Singen, sehr. Sie schätzt den Komfort im Heim z.B. die guten Sanitäranlagen und das warme Wasser beim Duschen.
Für uns ist sie eine absolute Optimistin. Sie strahlt eine tiefe Zufriedenheit aus und lacht sehr viel. Sie sagt auch, dass sie glücklich und dankbar für die Gemeinschaft ist.

Die nächste Dame ist 85 Jahre alt und seit 9 Jahren im Heim. Auch ihr geht es körperlich und kognitiv gut. Sie hat aber kein Geld, sich selbst zu versorgen. Sie war Grundschullehrerin und kommt aus einem kleinen Dorf in Nordthailand. Ihr Ehemann ist ebenfalls schon verstorben und ihr Sohn wohnt im Süden Thailands. Im Heim zu wohnen gibt ihr Sicherheit. Sie hat viele Freunde dort. Sie wird hier gut betreut und es kommt sofort ein Arzt, wenn sie mal krank ist. Sie kann unabhängig dort leben und ihre Hobbys wie Handarbeiten und Stricken ausüben. Auch sie ist hier sehr glücklich.

Wie bei diesen Damen sind sehr viele im Heim (vor allem in den anderen Gruppen) noch fit und aus den gleichen Gründen dort. Wir konnten gut beobachten, dass die Bewohner sehr autonom leben. Jeder hat sich in dem Bereich ein bisschen eingerichtet. Jeder Bewohner hat seinen eigenen „Stammplatz“ und eigenes Geschirr, was auch selbst abgewaschen wird. Sie haben viele Gewohnheiten, die beachtet werden wollen. Sie wirken für uns sehr glücklich und zufrieden. Die Mitarbeiter sind sehr bemüht abwechselnde Aktivitäten anzubieten. Das Gelände des Heimes ist sehr groß. Es gibt zum Beispiel auch die Möglichkeit auf Fitnessgeräten zu trainieren. Manchmal kommt auch der Eiswagen vorbei und die Bewohner können sich von ihren Geld etwas kaufen. Es kommt nämlich manchmal vor, dass für die Bewohner Geld gespendet wird. Trotz der Sprachbarriere haben wir viel Spaß mit den Bewohnern. Sie sind sehr fröhlich und warmherzig. Jeden Morgen und Nachmittag wird uns schon von weitem strahlend zugewunken und es wird gemeinsam getanzt und gesungen - auch gerne beim Duschen. Was uns sehr begeistert, ist der gemeinsame Umgang untereinander und die gegenseitige Unterstützung. Jeder hilft jedem. So unterstützen sich die Bewohner beim Essen oder massieren sich die Beine oder den Rücken. Wir merken auf jeden Fall, dass sich alle schon lange kennen und sie wie eine große zweite Familie sind.

Wie ihr lesen könnt, sind vor allem die Gründe,weshalb man in dieses Heim zieht, ganz anders als in Deutschland. In Deutschland ist ein Heimplatz sehr teuer und die Pflegebedürftigkeit häufig der Grund für einen Einzug.

Über das Wochenende fahren wir wieder auf Tour. Das nächste Mal melden wir uns dann am Sonntagabend. Allen ein schönes und sonniges Wochenende!

La goon, Jana und Katja

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