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17.07.2018 Thailand

Hygienewahnsinn im thailändischen Pflegeheim

Hallo liebe Blog – Leser,

> zum Vergrößern anklickenda wir nun das Land ja nicht nur aus Sicht eines Touristen kennen lernen dürfen, wollen wir den heutigen Post dem widmen, was wir noch kennen lernen durften und euch weitere Eindrücke schildern. Zuvor sollte gesagt werden, dass wir unsere Eindrücke absolut nicht abwertend schildern möchten, denn uns gefällt vieles hier sehr gut und wir sind insgesamt sehr begeistert von diesem Land...

Heute morgen im Heim haben wir zunächst unsere normale Putzroutine erledigt und am Nachmittag wieder alle Bewohner, die Hilfe brauchen, beim Duschen unterstützt. Mal wieder war eine Bewohnerin sehr krank. Da unsere Dolmetscherin sich nur wenig mit Erkrankungen auskennt und auch die Pflegeassistenten nur wenig Wissen über Krankheiten und Erkennen von Symptomen haben, können wir auch nur interpretieren, was wir sehen. Eine Dame die schon seit zwei Wochen viel im Bett liegt, war anscheinend plötzlich nicht mehr ansprechbar. Da sie entsprechende Symptome gezeigt hat, stand für uns beide schnell fest, dass sie einen epileptischen Anfall hat. Zum Glück wurde sofort von den Krankenschwestern der Krankenwagen angerufen. Der war auch innerhalb weniger Minuten da und ist schnell mit Sirene ins Krankenhaus gefahren. Viel mehr hätte man wahrscheinlich nicht machen können, da kein Arzt oder entsprechende Medikamente vor Ort sind. Obwohl es der Bewohnerin offensichtlich nicht gut ging und sie nicht bei Bewusstsein war (auch Zuckungen im Gesicht und Körper hatte), war es den Pflegepersonal sehr wichtig den Blutdruck zu ermitteln.

> zum Vergrößern anklickenWir finden, dass das „Thammapakorn“ als staatliche Pflegeeinrichtung trotzdem in Ordnung ist. Zu den Unterschieden zwischen staatlichen und privaten Einrichtungen berichten wir euch in einem späteren Blogpost. Die Menschen müssen hier in großen Schlafsälen schlafen und eine Privatsphäre gibt es kaum. Dafür sind sie aber auch nie alleine, wie es in deutschen Pflegeheimen häufig der Fall ist. Der Zustand der Sanitäranlagen und der Einrichtung ist zweckmäßig und vieles könnte erneuert werden. Teilweise ist der Schmutz so hartnäckig, dass wir ihn nicht abbekommen. Auch die Methoden, wie wir Putzen sollen, sind für uns fragwürdig. Wie schon berichtet, ist die Sauberkeit des Bodens am Wichtigsten. Die anderen Bereiche sind eher nachrangig. Hier wird zwar starkes Reinigungsmittel für den Boden und die Toilette benutzt, aber die Reinigungsutensilien, mit denen wir putzen, sind schmutzig und echte Keimschleudern. Oder wie Claude Bernand mal sagte „Der Keim ist nichts, das Milieu ist alles!“.

> zum Vergrößern anklickenHeute Nachmittag sollten wir bei allen Bewohnern die Nagelpflege durchführen. Es wurde für alle, trotz Nagelpilz, die gleiche Schere genommen. Mit dem Lappen mit dem wir die dreckigen Fiesen und Waschbecken säubern, wird auch der Essenstisch abgewischt und nicht ausgetauscht. Nicht selten kommt es vor, dass ein Bewohner den Lappen auch zum Mundsäubern benutzt. Gleichzeitig hängt an der Wand ein Aufklärungsplakat über die Hand-Mund-Fuß-Krankheit (eine virale Infektionskrankheit über Enteroviren). Ansonsten ist die Körperpflege gut. Die Bewohner genießen die tägliche Dusche und wollen jeden Tag die Haare gewaschen bekommen. Gegen Mittag kommt immer eine Lieferung mit frisch gewaschener Wäsche. Diese wird auch im Heim gewaschen und von den Bewohnern selbst zusammengelegt. Dies machen sie auch sehr akribisch. Inkontinenzmaterial, Handschuhe und Mundschutze sind auch ausreichend vorhanden - Händedesinfektionsmittel wird jedoch nicht benutzt. Wir haben aber zum Glück etwas für uns dabei. Die Fürsorge und liebevolle Arbeit der Pflegenden überzeugt uns auf jeden Fall - so sehen wir auch über die etwas andere Hygiene hier hinweg. Noch dazu ist zu bemerken, dass die Bewohner hier leben und es sozusagen ihr neues Heim für den Rest ihre Lebens ist und kein Krankenhaus.

> zum Vergrößern anklickenDie Aufklärung und Prävention findet trotzdem auf vielen verschiedenen Ebenen in Thailand statt. Massenmedien tragen zur Aufklärung von Hygiene und Erkennung von Erkrankungen bei. Die AIDS Rate und Volkskrankheiten wie chronischer Durchfall und Atemwegserkrankungen wurden gesenkt. Das Leitungswasser wird nicht mehr als Trinkwasser benutzt.

Wir haben nach dem ganzen Hygienewahnsinn heute nach der Arbeit ein bisschen Selbsthygiene betrieben und waren in einem Spa, um eine traditionelle Thai – Massage zu erleben. Zwei Stunden lang wurden wir massiert, einschließlich Fuß- und Ölmassage. Die Massage war in einem Spa des oberen Preissektors und hat trotzdem nur 750 Baht gekostet (ca. 20 €). Hygienisch haben wir übrigens absolut nichts zu bemängeln. Uns hat es sehr gefallen auch wenn die thailändische Massage doch ein wenig anders ist, als in Deutschland. Es wurde mit vollem Körpereinsatz der Masseurinnen gearbeitet und unsere Gliedmaßen wurden alle durchgestreckt und durch gedehnt- wir fühlen uns jetzt wie frisch geboren und können morgen wieder tatkräftig in den Tag starten.

La Goon, Jana und Katja

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