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13.07.2018 Thailand

Andere Länder, andere Sitten – Kultur, Bräuche und Traditionen in Thailand

Hallo liebe Blog – Leser,

> zum Vergrößern anklickenHeute ist Freitag und somit haben wir unsere erste verkürzte Arbeitswoche schon geschafft. Wir beginnen morgens, je nach Pünktlichkeit der Taxen, gegen 9 Uhr die Arbeit im Heim „Thammapakorn“. Nachdem wir die Schlafsäle gefegt und gewischt haben und die Sanitäranlagen gesäubert haben, helfen wir beim Austeilen des Essens...

Die Thailänder legen sehr großen Wert auf einen sauberen Fußboden. Das Betreten von Innenräumen mit Schuhen wird nicht toleriert und so laufen die meisten Bewohner barfuß. Es ist auch nicht gestattet auf die Türschwelle zu treten, da nach thailändischer Tradition dort die Geister der Verstorbenen leben und man sie damit verärgert.

> zum Vergrößern anklickenNach einer Mittagspause geht es für alle Bewohner unter die Dusche. Die letzten zwei Tage wollten sich die männlichen Bewohner aus Scham nicht beim Duschen von uns helfen lassen. Heute war das anders und wir haben nach und nach allen Bewohnern beim Duschen und Anziehen geholfen. Wir haben die Bewohner vor dem Waschen der Haare darauf hingewiesen, dass wir ihren Kopf berühren. Für die Thailänder ist der Kopf das „wertvollste Körperteil“ und muss besonders geschützt werden, da er die Seele beinhaltet. Fremde dürfen den Körper und den Kopf eigentlich nicht berühren. Für uns ist es daher ein großes Privileg, dass die Bewohner diesen Körperkontakt zulassen.

> zum Vergrößern anklickenDie Füße sind bei den Thais das „schmutzige und unwürdige Körperteil“. Die Zehen der Füße dürfen im Sitzen auf dem Boden nicht in Richtung einer Person, einem Bild der Königsfamilie und gegenüber einer Buddhastatue gezeigt werden. Dies gilt in Thailand als schlimme Beleidigung. Somit ziehen wir bei jedem Betreten eines Hauses die Schuhe aus und müssen ebenfalls barfuß laufen – gewöhnungsbedürftig. Genauso wie die Benutzung der Toiletten. Toilettenpapier findet man nur selten und bringen Thais wenn dann selbst mit. An allen Toiletten ist eine kleine Duschbrause installiert. Normales Toilettenpapier reicht für die Thais zur Reinigung nicht aus. Unsere Dolmetscherin war entsetzt, dass wir so etwas bisher nicht kannten. Mit der linken Hand wird sich auf der Toilette gesäubert. Somit ist die linke Hand die „unreine Hand“ und darf nicht zum Reichen von Geschenken, Geld oder Essen genutzt werden.

> zum Vergrößern anklickenUnd warum sitzen so viele ältere Thais immer auf dem Boden und essen oder schlafen sogar dort? Diese Frage haben wir heute von unserer Dolmetscherin beantwortet bekommen. Wir haben uns einen tieferen Sinn und einen eventuell religiösen Hintergrund vorgestellt. Die Antwort ist jedoch sehr simpel: Sie finden es einfach bequem und Stühle und Tische gab es in Asien erst sehr spät.

Um das Thema Karma von gestern noch einmal aufzugreifen: Auch heute wurde das Mittagessen gespendet. Ein junges Mädchen, schätzungsweise Anfang 20, hatte heute Geburtstag und hat für das ganze Heim Mittagessen in einem thailändischen Restaurant bestellt. Solche Gesten sollen Glück bringen und so wurde eine Rede gehalten, viel gelacht und jede Menge Fotos gemacht.

> zum Vergrößern anklickenWo wir gerade beim Essen sind: Heute Abend waren wir mit je zwei Mädchen aus Frankreich und aus Spanien und zwei Koordinatorinnen der Organisation bei einer thailändischen Familie zum Abendessen eingeladen. Es gab eine Suppe, Reis, Gemüse und Omlette aus Ei und zum Nachtisch frische Mango, Ananas und Drachenfrucht. Das Obst schmeckt hier in Thailand sehr gut und ganz anders als nach einem langen Schiffstransport in Deutschland. Die Schale der Mangos ist orange und die Frucht mild, süß und weich. Die Ananas schmeckt ebenfalls viel süßer und saftiger. Wir haben seit dem Aufenthalt gar keine Lust mehr auf die importierten Ananas oder Mangos in Deutschland.

Der Besuch war sehr schön und es war interessant in das Familienleben der Thais zu schnuppern. Die Mutter von zwei Töchtern war sehr großzügig und überaus gastfreundlich. Leider konnte sie nur wenig englisch, weshalb wir nicht viel über die Familie erfahren konnten. Das Haus war sehr gewöhnlich eingerichtet. Die Wände schmückten Familienbilder und Bilder des thailändischen Königs. Dieser wird hier sehr verehrt und bekommt in den nächsten Tagen einen eigenen Beitrag auf diesem Blog.

> zum Vergrößern anklickenWährend wir da waren, wurden uns die Großeltern und Geschwister per „Facetime“ über das Smartphone vorgestellt. Zum Abschied gab es ein großes Dankeschön und es wurden Erinnerungsfotos gemacht. Die Suppe war für europäische Geschmäcker recht scharf. Für thailändische Verhältnisse wahrscheinlich fast geschmacklos. Das fand die Familie sehr amüsant. Zum Essen gibt es fast immer nur einen Löffel und eine Gabel - keine Stäbchen, wie wir dachten. Das aber auch erst seit dem 19. Jahrhundert. Zuvor wurde mit den Händen gegessen, was einige Bewohner im Altenheim auch machen. Die Gabel wird nur dazu genutzt um das Essen auf den Löffel zu schieben, der dann in den Mund genommen wird. Der Löffel wird hier auch zum Zerteilen, wie bei uns das Messer, benutzt.

Was uns schon von Anfang an aufgefallen ist, sind die kleinen Häuschen im Vorgarten der Häuser. Sie sehen aus wie kleine Puppenstuben oder Vogelhäuschen - manchmal könnten es der Größe nach auch ein Hühnerhäuschen sein. Diese „Geisterhäuschen“ beherbergen den Hausgeist, der nicht mit im Haus wohnen soll. Dieses Häuschen darf niemals im Schatten des Hauses stehen und muss an einem astrologisch bestimmten Tag aufgestellt werden. Der Geist bekommt auch immer etwas zu Essen und zu Trinken hingestellt und Frauenfiguren, da der Geist immer ein Mann ist. So stehen häufig Limonadenflaschen mit Strohhalm oder Essensschalen an einem Geisterhäuschen.

Also wie ihr lesen könnt, sind wir hier in eine ganz andere Welt eingetaucht. Wir werden jetzt mit unseren vielen Erlebnissen im Kopf versuchen zu schlafen und hoffentlich ein ereignisreiches Wochenende erleben. Wir melden uns dann am Sonntag wieder. Hoffentlich habt ihr in Deutschland den Freitag den 13. gut überstanden und euch ist auf der Straße keine schwarze Katze begegnet.

La Goon Jana und Katja

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