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12.07.2018 Thailand

Was ist eigentlich dieses Karma? - Buddhismus in Thailand

< zurückHallo liebe Blog-Leser,

heute hatten wir unseren 2. Arbeitstag im Altenpflegeheim. Wir wurden am Morgen wieder mit einem freundlichen Lächeln und dem Wai (der Begrüßungsgeste in Thailand) begrüßt. Thailand heißt nicht umsonst „Land des Lächelns“ konnten wir feststellen...

Auch wenn wir nur wenige Brocken Thai sprechen können ( Eigentlich nur „Guten Tag“, „Auf Wiedersehen“, „Es ist alles okay“ und „Dankeschön“), wird uns eine Herzlichkeit und eine Freude entgegengebracht, die wir so nicht immer erleben. Wir verständigen uns größtenteils mit „Händen und Füßen“, da unsere Dolmetscherin nicht immer an Ort und Stelle sein kann. Auch wenn sie uns nicht verstehen, sagt ein Lächeln hier mehr als tausend Worte. Wir hatten heute schon ein wenig Routine in unseren Abläufen und haben unsere Aufgaben alleine erledigt und so die Pflegenden unterstützt. Wir müssen uns noch daran gewöhnen, dass die Uhren hier ein wenig langsamer ticken, als im hektischen deutschen Klinikalltag. Die Bewohner sind hier trotz ihrer Handikaps erstaunlich selbstständig, auch in Situationen, in denen wir normalerweise häufig schon eingreifen und helfen würden. Die Erhaltung der Selbstständigkeit und Autonomie stehen hier im Vordergrund. „Hilfe zur Selbsthilfe“ und gegenseitige Unterstützung der Bewohner untereinander, wird hier mehr praktiziert als in Deutschland. So haben wir auch Zeit mit den Bewohner Gespräche zu führen (natürlich nur mit Dolmetscherin Mikki).

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Zum Mittagessen gab es heute eine besondere Mahlzeit für die Bewohner. Ein Mann und seine Familie haben Geld für ein Menü zum Mittagessen gespendet. Es gab eine Suppe, eine Hauptspeise und ein Dessert. Uns wurde erklärt, dass im Buddhismus das Karma eine wichtige Rolle spielt. Auch wenn wir das Wort „Karma“ schon oft gehört haben, haben wir uns noch nie tiefgründiger mit dem Buddhismus auseinander gesetzt. Der Buddhismus ist in seiner Gänze, zumindest für uns, recht komplex. Die Staatsreligion, der Therava - Buddhismus (konservative Form und in Südasien verbreitet), prägt das Gesicht des Landes Thailand (auch als Goldland im Osten bezeichnet) und beeinflusst z.B. das tägliche Leben aber auch das politische Geschehen > zum Vergrößern anklickendes Landes. Die buddhistische Lehre fördert Toleranz, Friedfertigkeit, Bescheidenheit und Gelassenheit. Der offensichtliche Gleichmut und die unendliche Geduld der Thais entspringt dieser Lehre. Es scheint, als versuchen die Thais ständig freundlich zu sein und Konfrontationen und Aggressionen zu vermeiden. Im Verhalten und Zusammenleben zeigt sich aber auch Autoritätsgläubigkeit und Unterordnung, so dürfen z.B. nur Männer als Mönche leben und Frauen z.B. nicht neben Mönchen sitzen oder sie berühren. Die buddhistische Lehre mit seinen vielen Grundsätzen ähnelt mehr einer Philosophie als einer Religion. Buddha (Siddharta Gautama - Ergründer der wahren Ursachen menschlichen Lebens) kann nicht als Gott oder Erlöser bezeichnet werden, sondern als Wegweiser im Streben nach Erlösung. Es werden keine Verbote ausgesprochen, sondern Ziele formuliert, die auf der Erkenntnis einer tiefen Wahrheit basieren. Das Karma ist die Bilanz der Lebenshandlungen. Der Mensch soll somit immer gut handeln, damit es ihm selbst gut geht und er Fortschritte machen kann. Neben den vier edlen Wahrheiten, die im Buddhismus gültig sind, werden die vier edlen Bewusstseinszustände Güte, Mitgefühl, Freude und Bedachtsamkeit beschrieben. Wir finden, dass diese vier edlen Bewusstseinszustände das Verhalten der Menschen im Heim gut widerspiegeln. Sie haben häufig schwere Schicksalsschläge hinter sich, sind arm und haben keine Familie und strahlen trotzdem eine positive Zuversicht, Gelassenheit und Gleichgültigkeit aus - bewundernswert.

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Mehrmals täglich kommt man im Heim zusammen um zu beten. Zum Beispiel läutet um 15 Uhr eine Glocke und alle versammeln sich im Gemeinschaftspavillon, um eine Gebets-DVD zu gucken. Dabei werden die Hände vor dem Gesicht zusammengefaltet und einzelne Mantras aufgesagt. Diese Gebete sind nicht an Buddha gerichtet, sondern z.B. für andere Menschen. Gleichzeitig spiegelt das Gebet den meditativen Aspekt des Buddhismus wider. Man kommt zur > zum Vergrößern anklickenRuhe und innerer Besinnung. Sogar Bewohner, welche kaum laufen können oder an einer Demenz leiden, nehmen an dem gemeinsamen Gebet teil. Wir haben uns mit dazugesetzt und den buddhistischen Mantras gelauscht. Für uns ist es sehr spannend und beeindruckend, wie die Religion hier das Leben und das Miteinander bestimmt. Wir werden euch auf jeden Fall noch mehr Eindrücke über die verschiedenen Sitten und Bräuche in Thailand geben. Für uns stehen noch einige Fragen offen. Wir wissen noch nicht, warum die Thailänder so gerne auf dem Boden essen und liegen oder warum wir vor jedem Eingang die Schuhe ausziehen müssen. Und warum stehen so kleine Minihäuschen auf einem Sockel vor jedem Haus? Diese und viele mehr Fragen können wir hoffentlich in den nächsten Tagen klären.

„Laufe nicht der Vergangenheit nach
und verliere dich nicht in der Zukunft.
Die Vergangenheit ist nicht mehr.
Die Zukunft ist noch nicht gekommen.
Das Leben ist hier und jetzt.“
(buddhistische Weisheit)

La Goon Jana und Katja

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