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11.07.2018 Thailand

Kontrastprogramm Pflege in Thailand ... ganz schön anders!

Hallo liebe Blog – Leser,

< zurückheute waren wir den ersten Tag im Dienste der Freiwilligenarbeit im Altenheim für alte, arme und alleinstehende Menschen. Und mal wieder: Kontrastprogramm total, aber von vorne:

Heute morgen ging es gegen halb neun mit dem Taxi zum Pflegeheim. Das liegt in der Altstadt von Chiang Mai, ca. 5 km von unserem Gästehaus, in dem wir unter gebracht sind, entfernt. Die kommenden 3 Wochen werden wir von einer Übersetzerin begleitet, da bis auf eine Bewohnerin niemand englisch sprechen kann. Das Heim ist in drei Gruppen aufgeteilt, Gruppe A besteht aus den Personen, die sich noch überwiegend selbst versorgen können und nur wenig Unterstützung brauchen. Sie werden tagsüber viel beschäftigt und bekommen Unterhaltungsprogramm von z.B. Sporttrainern und Physiotherapeuten aus dem Krankenhaus. In Gruppe B sind wir eingeteilt. Die Bewohner sind entweder im Rollstuhl, am Gehwagen oder ganz alleine mobil und brauchen geringfügige Unterstützung. Viele von Ihnen sind inkontinent und dementiell erkrankt oder blind. Im Wohnbereich C leben die Patienten, die vollständig auf Hilfe und Pflege angewiesen sind. Viele von ihnen liegen in einem Pflegebett.

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Der heutige Tag war etwas chaotisch, da die Pflegeassistentin in unserer Gruppe viel zu tun hatte und wir uns nicht getraut haben ohne jegliche Anleitung und Erklärung die Leute zu unterstützen. Sie ist alleine für ca. 30 pflegebedürftige Personen zuständig. Somit haben wir heute vor allem geputzt und versucht mit den Bewohnern zu kommunizieren. Das hat auch Dank der Dolmetscherin ganz gut geklappt.

In den Gruppen arbeiten Pflegeassistenten. Die studierten Pflegenden, deren Ausbildung etwa unserer entspricht, sind in einem separatem Gebäude und werden bei Unwohlsein oder Notfällen aufgesucht. Sie untersuchen die Patienten, erheben Vitalparameter, stellen die Medikation, versorgen Wunden... in die Körperpflege und alltägliche pflegerische Versorgung sind sie gar nicht eingebunden. Auch in Thailand ist die Pflegeausbildung akademisiert. Erst wird vier Jahre an der Universität studiert. Währenddessen werden einzelne Praktika in verschiedenen Bereichen absolviert. Das fünfte Jahr ist ein reines Praxisjahr, bevor die Ausbildung beendet wird. Für uns, mal wieder, sehr fremd. Beide arbeiten wir in einem Akutkrankenhaus, Jana in Halle an der Saale in einer BG-Klinik auf einer Stroke / Neurologie und Katja in Münster in der Uniklinik auf einer Herz- und Thoraxchirurgischen Intensivstation.

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Gleich heute gab es zwei Notfälle in Gruppe B. Am morgen ist ein Bewohner, der blind und offensichtlich verwirrt ist, umgefallen und erlitt einen epileptischen Anfall. Anscheinend kannte das Personal aber schon die Anfälle und hat den Mann mit einem kalten Waschlappen und etwas Wasser versorgt, sowie den Blutdruck gemessen. Am Nachmittag musste eine alte Dame ins Krankenhaus. Ihr ging es wohl schon seit ein paar Tagen schlecht. Zuvor waren wir über eine Stunde alleine in dem Bereich und bekamen keinerlei Informationen über Problematiken. Wir sollten nur aufpassen, dass niemand stürzt oder wegläuft. Die Pflegeassistenten hatten eine Dienstbesprechung und als sie wieder kam, ging alles ganz schnell und die Bewohnerin wurde auf einer Trage in den Krankentransporter geschoben und ins Krankenhaus gefahren. Wir konnten leider nicht herausfinden, warum sich der Zustand der Dame so schnell verschlechterte.

< zurückDer Tagesablauf ist ganz anders strukturiert als wir es kennen. Morgens werden die Bewohner geweckt und es gibt Frühstück. Anschließend findet eine Zeit lang das Unterhaltungsprogramm statt, bevor es gegen 11:30 Uhr Mittagessen gibt. Anschließend legen sie viele ins Bett (geschlafen wird in Schlafsälen) oder einfach auf den Boden, um ein Nickerchen zu machen, bevor gegen 13:30 Uhr Zeit zum duschen ist. Wir müssen nur bis 15 Uhr arbeiten, aber wir werden sicherlich die nächsten Tage mehr erfahren wenn es hoffentlich weniger chaotisch ist.

Bis jetzt ist alles sehr fremd aber auch beeindruckend. Trotz hohen Alters sind viele Bewohner erstaunlich mobil und können sich selbstständig auf dem großen und überwiegend offenen und freien Gelände bewegen. Es ist völlig ok, dass sie auf dem Boden liegen oder krabbeln, auch wenn beim Essen oder Trinken was daneben geht. Beeindruckend wie autonom die meisten trotz Orientierungsproblematik sind. Wir sind gespannt wie es weiter geht.

Am Abend haben wir dann noch einen tollen Spaziergang durch die Altstadt gemacht. An jeder Ecke gibt es irgendetwas Neues zu entdecken.

Laa goon Jana und Katja

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