Drucken     Fenster schließen
02.07.2018 NL

2. Tag - Offizieller Praktikumsbeginn

< zurückHeute hat offiziell mein Praktikum begonnen. Am Vormittag war ich bei meiner Praktikumsbegleitung Juliane eingeladen. Ich wurde herzlich empfangen und wir konnten uns so schon einmal etwas kennenlernen, bevor ich sie morgen zur Arbeit begleite.

Das Team in dem Juliane arbeitet, besteht aus neun festen Mitarbeitern und zwei Aushilfen. Davon haben drei Krankenschwestern einen Bachelor, die anderen Krankenschwestern haben das dreijährige Examen und zwei Personen arbeiten als Pflegehelferinnen. Das Team hat ein kleines Büro in Akkrum. In Leeuwarden selbst gibt es mind. sieben Teams. Juliane erzählte, dass der Gründer Jos de Blok auf kleine Teams besonderen Wert legt. Werden es über zwölf Mitarbeiter, muss sich das Team aufteilen. Das hat den Vorteil, dass es eine effektivere Kommunikation gibt, weniger Informationen verloren gehen und z.B. Besprechungen nicht so zeitraubend sind (Je mehr Personen etwas zu sagen haben, desto länger dauert es). 

Was Buurtzorg außerdem auzeichnet sind selbstregulierende Teams. Hierüber habe ich von Juliane eine Buch bekommen, so dass ich im weiteren Blog noch darüber berichten werde. Interessant war zu hören, wie dass Team, dass ich morgen zudem kennenlernen werde, gegründet wurde. Juliane war mit einer Kollegin von Beginn an dabei. Als Jos de Blok in Leeurwarden das Konzept vorstellte, schrieben sie daraufhin direkt Bewerbungen und wurden eingestellt. Sie haben autonom fast alles selbst organisiert. Es wurde ein Büro ausgesucht, Marketing betrieben, mit den Hausärzten gesprochen etc. Kontakt mit dem Hauptbüro in Almelo wurde stets gehalten, um organisatorisches und finanzielles abzuspechen. Mit null Patienten wurde angefangen und heute gibt es ausreichend Arbeit für das Team. Juliane beschreibt Buurtzorg als ein großes Miteinander, ohne ein Auferlegen von oben. Komplett hierarchielos wie sie erzählt.

Fasziniert hat mich außerdem die Doukumentation, die fast ausschließlich über das IPad läuft. Übergaben, Pflegeplanungen, Abrechnungen. Theoretisch ist ein Gang ins Büro nicht notwendig (bis auf Teambesprechungen als Beispiel). Es gibt eine Art Forum im eigenen Netzwerk, dass alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nutzen können. Dort wird sich z.B. über Expertisen ausgetauscht. Jos de Blok selbst, so sagt Juliane, ist immer bemüht dass alles zur Zufriedenheit läuft. Aussagekräftig finde ich, dass er sich zum Teil auch heute noch in der Pflege mit einbringt.

Ihr merkt schon, ich kann kaum aufhören zu schreiben. Das Gespräch war sehr spannend und ich freue mich in den nächsten Tagen dieses und noch mehr in der Praxis zu erleben.

Anbei noch ein kleines Foto von unserer Freizeitgestaltung.

In diesem Sinne,

bis morgen

Eure Melanie

< zurück