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18.05.2017

Gemeinsamkeiten und Unterschiede – Die Intensivstation in Schweden


vergrößernNach einer Führung durch das komplette Krankenhaus nahm sich meine Mentorin Anna ausreichend Zeit, um meine Fragen über das Studium der Sjuksköterska zu beantworten...

Sie hat mir den Aufbau des Studiums erläutert. Die Studenten sind innerhalb des ersten Semesters über 15 Wochen im Clinical Training Center eingesetzt. Dort lernen sie wie Blut abgenommen wird, wie Vitale Parameter gemessen werden, wie eine Wundversorgung verläuft, welche Komplikationen in Bezug auf Mobilität eintreten können, welche Hygienestandards es gibt und wie eine Magensonde gelegt wird. Im Clinical Training Center haben die Studenten jederzeit einen online Vollzugriff auf ein Journal. In diesem Journal können die Studenten evidenzbasierte Einträge über die Abläufe der verschiedenen Maßnahmen recherchieren. Dieses Journal wird regelmäßig durch verschiedene Personen der Linneaus Universität aktualisiert. Das führt dazu, dass alle Studenten auf dem gleichen Stand der Forschung sind. Die Studenten werden im Clinical Training Center durch vier Dozentinnen betreut. Die Studenten können zusätzlich zu den Pflichtveranstaltungen auch an bestimmten Tagen freiwillig in das Clinical Training Center kommen und unter Aufsicht der Trainerinnen üben. Unterrichtsfächer, wie zum Beispiel Anatomie, Physiologie und Mikrobiologie werden im ersten Semester unterrichtet. Im theoretischen Part des ersten Semesters lernen die Studenten die Geschichte, die Konzepte und die Ethik kennen. Erst innerhalb des zweiten Semesters erfolgt die klinische Erfahrung in den einzelnen Bereichen des Krankenhauses sowie in der Gemeinschaftspflege. Die Pflegewissenschaften und Forschungsmethoden werden im dritten und fünften Semester unterrichtet. Innerhalb des sechsten Semesters erfolgt dann die theoretische und praktische Prüfung. Das Studium schließt nach sechs Semestern mit dem Bachelor ab. Um das Studium finanzieren zu können, leihen sich die Studenten häufig das Geld vom Staat und zahlen es dann nach dem Studium wieder zurück. Somit entwickeln die Studenten ausreichend Motivation und Disziplin, ihr Studium erfolgreich abzuschließen.

Am Nachmittag hatte ich meinen Einsatz auf der Intensivstation im Krankenhaus in Västervik. Die Intensivstation ist für mich besonders interessant, da ich in Deutschland seit zehn Jahren als Krankenschwester auf einer interdisziplinären Intensivstation arbeite. Dort wurde ich herzlich von den Sjukskoterska und Underskoterska in Empfang genommen. Die Krankenschwestern befragten mich neugierig über meine Herkunft. Ich hatte das große Glück, dass meine Mentorin eine Sjukskoterska war, die deutsche Sprachkenntnisse besitzt. Nach einer Führung über die Intensivstation zeigte mir meine Mentorin unter anderem auch den OP und den Aufwachraum. Der Aufwachraum verfügt über einen separaten Raum nur für Kinder. Dieser Raum ist mit einem Fernseher und mit zahlreichen Kinderbildern ausgestattet, sodass die Kinder in einer gewohnten und nicht beängstigenden Umgebung aufwachen können. Die Intensivstation verfügt über neun Patientenbetten, wobei davon fünf Zimmer mit Beatmungsgeräten ausgestattet sind. In den Zimmern können die Patienten teilweise alleine oder mit zwei Patienten gemeinsam liegen. Zwei Zimmer verfügen über eine separate Schleuse, für isolierte Patienten. Die Patientenzimmer sind hell gestaltet und verfügen über hübsche Landschaftsbilder aus der Umgebung. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass eine solche Atmosphäre äußerst beruhigend auf die Patienten wirkt. Allgemein herrscht eine ruhige und gesellige Stimmung. Es war für mich interessant zu sehen, dass viele Abläufe den deutschen Vorgängen gleichen. So habe ich viele Medikamente, die hiergenutzt werden, wiedererkannt. Ebenso war der Aufbau der Zimmer sehr gewohnt. Was jedoch anders ist, dass die Krankenpflegehelferinnen die komplette Grundpflege der Patienten übernehmen. Dazu gehört die Vorbereitung für bestimmte Maßnahmen am Patienten oder das Einträgen der Vitalzeichen in die Kurve vom Patienten. Die Sjuksköterska besitzt die Befugnis der Undersköterska bestimmte Aufgaben zu delegieren. Das Pflegepersonal in Schweden ist von der Anzahl des Personals besser aufgestellt, als in Deutschland.

Die alternativen Therapien wie zum Beispiel die Aromatherapie oder die alternative Hormonbehandlung sind bekannt, aber werden relativ wenig ausgeübt. Die rückenschonende und für den Patienten durchaus angenehme Therapie der Kinaesthetik sind in Schweden gänzlich unbekannt. Dafür lernen die Studenten und auch das Pflegepersonal ergonomische Bewegungen durch die Physiotherapeuten kennen.

Hej dä

Mareike.

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