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Das Stipendium für die Hospitation wurde ermöglicht durch die Robert-Bosch-Stiftung 'g-plus'.

28.05.2013 - Tag 28

Tipps für weitere Interessenten an ähnlichen Hospitationen


... Neben der finanziellen Unterstützung konnte ich mich jederzeit mit Fragen an die Mitarbeiter wenden. Sie sind super durch organisiert und das gesamte Verfahren ist sehr strukturiert und übersichtlich. Es ermöglicht eine gute Vernetzung unter den Teilnehmern und man lernt durch die Vor- und Nachbereitungstreffen (letzteres steht bei mir natürlich noch aus) interessante andere Projekte kennen und kann über den Tellerrand schauen. Vor dem Vorbereitungsseminar war ich zugegeben zunächst etwas skeptisch, als ich das Programm sah, da viele andere Berufsgruppen vertreten waren und ich befürchtet habe, dass ich nicht viel für mein Interessengebiet mitnehmen kann. Aber es hat sich heraus gestellt, dass es zwei richtig tolle Tage waren und es wurden sehr interessante Projekte vorgestellt. Spannend fand ich beispielsweise die Berichte einer Architektin, die sich eine schottische Designschule ansehen möchte, die sich auf Menschen mit Demenz spezialisiert haben, und den eines Künstlers, der bereits dort war. Auch den Bericht einer Kinderkrankenschwester, die sich ein NIDCAP-Konzept in der Neonatologie in Spanien angesehen hat. Bei allem konnte ich auch etwas für mein Recovery-Thema mitnehmen. Es ging bei allem darum wie man die Umwelt an den Menschen anpasst und ihm entgegen kommt, damit der gut zurecht kommt und nicht wie der Menschen sich an die Umwelt anpassen muss. Interessant fand ich auch eine geplante Hospitation über Evidenzbasierung in der Lehre der Physiotherapie um zu sehen, dass sich auch andere Fachbereiche mit dieser Frage beschäftigen. Neben der Vorstellung der anderen Projekte hat man viele wertvolle Tipps für die Hospitation bekommen. Einige kann ich hier nur bestätigen…

Jedem der eine solche Hospitation anstrebt, schlage ich vor eine Art Tagebuch zu schreiben oder eben einen solchen Blog. An dieser Stelle nochmal tausend Dank an Martin Eickhoff-Drexel, der mir fast rund um die Uhr trotz Zeitverschiebung zur Seite stand, maßgeblich am Design und beteiligt war, den BlogRoll gepflegt hat und stets für Fragen und kleine und große Probleme zur Verfügung stand. Ich habe übrigens beides gemacht – Tagebuch und Blog schreiben. Es hilft am Abend nochmal Resümee zu ziehen und sich zu überlegen welche Erkenntnisse man an dem Tag gewonnen hat. Die Neurobiologin, die ich an einem der Wochenenden getroffen habe, forscht zum Thema Schlaganfall und war hier auf einem Mikroskopierkurs. Sie berichtete, dass ihre Kurse von 8 Uhr morgens bis 23 Uhr abends gingen und dass sie wahrscheinlich wenig mitnimmt außer drei dicken Büchern, da sie überhaupt keine Zeit hatte, die ganzen Informationen zu verarbeiten. Da habe ich das Blog und mein Hospitationstagebuch nochmal zu schätzen gelernt.  

Weiter ist es sinnvoll Kontakt in die Heimat zu halten um evtl. Fragen von anderen miteinbringen zu können. Mir hat es geholfen ab und zu mal eine Mail von Euch zu bekommen und Fragen gestellt zu bekommen, denen ich nochmal nachgehen konnte.

Für die Gasteinrichtungen empfehle ich kleine Willkommensgeschenke mitzubringen. Das war immer eine nette Begrüßung und die Menschen schienen sich gefreut zu haben. Ich habe lange darüber nachgedacht und viele Menschen um Rat gefragt und in den vielen Internetforen nachgelesen, was ich mitbringen könnte. Angeblich stehen die Amis auf Kuckucksuhren und Dirndl, aber dagegen habe ich mich gesträubt, da ich nicht darauf stehe. Im Endeffekt waren es dann Bildbände über Deutschland auf Deutsch und Englisch, 300g-Tafeln-Milka Schokolade (Danke an Elke für den Tipp (hab mir sagen lassen, dass Du fleißig gelesen hast ;) ) und Mozartkugeln. Bei letzterem dachte ich es merkt niemand, dass es eigentlich eher österreichisch ist. Da aber so viele hier deutsche oder österreichische Wurzeln haben oder schon mal hier gelebt oder Urlaub gemacht haben, ist es natürlich aufgefallen. Da Marzipan hier aber super teuer ist und schlecht zu bekommen ist, haben sie sich gefreut.

Für die Vorbereitung empfehle ich je nach Umfang des Projekts früh anzufangen. Ich habe glaube ich am 13.12.2013 angefangen meine Bewerbung für das Stipendium zu schreiben. Als ich dann im Januar die Zusage bekommen habe, dachte ich, dass es bis Mai noch sehr lange hin ist. Aber im Nachhinein bin ich sehr froh noch fast 5 Monate Zeit zum Organisieren gehabt zu haben und möchte nicht wissen wie viele Stunden/Tage ich mit E-Mails schreiben, recherchieren, übersetzen, Powerpoints erstellen und anderen Orga-Sachen beschäftigt war. Aber es hat sich gelohnt.

Eure Regine

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