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03.05.2013 - Tag 3

Zentrum für Psychiatrische Rehabilitation


Ich musste nach diesen beiden Gesprächen lange darüber nachdenken, wie ich es für Euch zusammenfassen kann und bin mir immernoch nicht sicher wie ich es richtig in Worte fassen soll. Ich denke, dass mir heute einige Dinge, die ich in der Theorie schon so häufig gehört habe, bewusster geworden sind. Im Rahmen des Studiums haben wir schon häufig das Ziel „ambulant vor stationär“ gehört und haben nicht umsonst so viel über alternative, ambulante, gemeindepsychiatrische Angebote gesprochen und machen nicht umsonst flankierend die Ausbildung zum Case Manager. Des Weiteren ging es thematisch immer wieder im Bettenabbau in der Psychiatrie. Zudem habe ich schon während meiner Ausbildung von vielen meiner erfahreneren Kollegen immer wieder die Aussage gehört, dass das Leben draußen (gemeint ist außerhalb der Station) stattfindet und innen eine Art Käseglocke ist. Ich denke, dass mir es heute so richtig klar geworden ist wie wichtig das alles ist.

Wenn ich hier mit Menschen spreche, die in Recovery sind oder sich aus ihrer Profession heraus damit beschäftigen oder vielleicht sogar beides zutreffend ist, höre ich immer wieder, dass die psychiatrischen Stationen wichtig waren für „Kriseninterventionen“. Aber wenn es darum geht zu genesen, wieder einen Sinn zu definieren und zu finden und weitere Schritte in Richtung Zufriedenheit zu machen, wurden mir Krankenhäuser eher als negativ beschrieben. Ich werde nächste Woche auch noch die Möglichkeit haben mir eines anzusehen. Ich hoffe, dass ich nach meiner Rückkehr jetzt keine Kündigung auf dem Tisch habe, aber die Leute vor Ort sind teilweise – nennen wir es geschockt – wenn sie hören wie viele stationäre Behandlungsplätze wir in Deutschland im Vergleich zu den USA haben. Immer wieder kommt das desolate Krankenversicherungssystem in den USA zur Sprache und laut wikipedia sind ca. 47,5% der US-Amerikaner nicht krankenversichert, in Deutschland sind es 0,1-0,2%. Dennoch gewinne ich immer mehr den Eindruck und so wird es mir auch berichtet, dass der hiesige Staat ein Interesse zu haben scheint (auch wenn es vielleicht finanzieller Natur ist) die Menschen in die Gesellschaft zu integrieren und möglichst wenig zu hospitalisieren. Wahrscheinlich sind Innovationen wie die „New Freedom Commision of Mental Health“ maßgeblich dafür verantwortlich.

Marianne diskutierte mit mir die Frage von Risikovermeidung. Häufig ist dies ja ein Wunsch der Gesellschaft, der auch hier aktuell nach dem Bombenattentat auf den Marathon in Boston wieder laut wird. Sie berichtete mir von Initiativen in denen es nachweislich gelingt dennoch eine Integration zu verwirklichen und zu vermeiden Menschen zu isolieren. Das ist etwas was mir in den letzten Tagen nicht aus dem Kopf geht.

Meine Frage, die mich hierher nach Boston geführt hat, ist, wie man Recovery in Institutionen implementieren kann. Heute wurde nochmal sehr klar, dass es eine Frage der Haltung ist und keine Intervention. Kim verdeutlichte mir, wie unterschiedlich die Definitionen von Recovery sind – wahrscheinlich so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Dennoch gibt es Interventionen und Mittel um Menschen auf ihrer Recoveryreise zu unterstützen. Kim Mueser hat ein Programm entwickelt, dass Menschen Werkzeuge an die Hand geben soll, um aus eigener Kraft heraus ihre Krankheit zu überwinden und gestärkt daraus hervorzugehen um dann persönliche Ziele anzustreben. Die Unterlagen hat er mir netterweise zur Verfügung gestellt und die werde ich über das mal Wochenende durcharbeiten.

Der heutige Input war kurz aber intensiv und wird mich wahrscheinlich noch länger begleiten. Ich hoffe, dass Ihr als Leser meine Zusammenfassung etwas nachvollziehen konntet, da vieles davon noch in meinem eigenen Kopf herumgeistert und noch nicht klar ist. To be continued…  

Eure Regine

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