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14 Gesellschafter gründen die Trägergesellschaft der Fachochschule
der Diakonie am 31.1.2006.
 Foto: Paul Schulz
14 Gesellschafter tragen die neue Qualifizierung
Bethel: Ende Januar haben die 14 Gesellschafter der neuen Fachhochschule der
Diakonie in Bethel den Gesellschaftervertrag für die private Fachhochschule
unterschrieben. Es ist geplant, dass die neue FH ihren offiziellen Sitz im Haus
Terach in Bielefeld-Bethel bekommt. Dort werden zunächst die Verwaltung und die
Sekretariate der Dozenten eingerichtet. „Haus Terach wird aber sicherlich nur in
der Anfangsphase ausreichen“, ist der Projektleiter für den Aufbau der
bundeszentralen Fachhochschule, Dr. Martin Sauer, überzeugt.
Bisher jedenfalls zeichnet sich überdurchschnittliches Interesse an den drei
Studiengängen der Fachhochschule der Diakonie ab. Für den Studienbeginn ab
Oktober 2006 liegen jetzt bereits rund 70 konkrete Nachfragen für eine Anmeldung
vor. Und allseits werde in der Diakonie weiteres Interesse an den neuen
Qualifizierungsmöglichkeiten durch die Fachhochschule der Diakonie signalisiert.
Bei Informationsgesprächen in Einrichtungen der Diakonie über die neue
Fachhochschule bekommt Dr. Sauer positive Rückmeldungen. „Allein die Tatsache,
dass neben dem Hauptgesellschafter Bethel 13 weitere Gesellschafter aus der
Diakonie mit im Boot sind, zeigt doch, dass unser Weg richtig ist“, sagt Martin
Sauer überzeugt. Auch beim Diakonischen Werk der EKD, einem der 14
Gesellschafter, ist man zufrieden mit dem Interesse an der Fachhochschule.
Für die zunächst ausgeschriebenen vier Dozentenstellen sind bereits über 100
Bewerbungen eingegangen. In der Ausbaustufe, wenn alle 240 Studienplätze
vergeben sind, hat die Fachhochschule der Diakonie 10,5 Dozentenstellen und 3
Stellen in der Verwaltung. Neben der Beantragung der Fachhochschule beim
Wissenschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen läuft zurzeit das
Abstimmungsverfahren für die Studiengänge und die Fachhochschule bei einer
Akkreditierungsgesellschaft; nach erfolgter Akkreditierung steht dann noch die
abschließende Prüfung durch das Wissenschaftsministerium an. Dr. Martin Sauer
ist zuversichtlich, dass der Termin für einen Studienbeginn zum 1. Oktober
eingehalten werden kann: „Unser Vorhaben ist ehrgeizig, aber wir sind guter
Dinge, denn es läuft bisher alles nach Plan.“
Zum Geschäftsführer der gemeinnützigen Gesellschaft, die die Fachhochschule
der Diakonie künftig betreibt, wurde von den Gesellschaftern jetzt
Nazareth-Direktionsmitglied Diakon Werner Arlabosse berufen. Vorsitzender des
Aufsichtsrates der Fachhochschule ist Bethel-Vorstandsmitglied Pastor Bernward
Wolf; die Gesellschafterversammlung wählte ihn bei ihrer ersten Sitzung
einstimmig.
- Jens U. Garlichs -
Erste Fachhochschule der Diakonie gegründet Ev.
Johanneswerk und Bethel beteiligen sich als Gesellschafter
Bielefeld (JW 1.2.2006). Zur
Gründungsversammlung der ersten Fachhochschule der Diakonie haben sich 14
Unternehmen aus der bundesdeutschen Diakonie am Dienstag in Bielefeld getroffen.
Sie betreiben die Fachhochschule gemeinsam als Gesellschafter. „Es ist ein
historischer Augenblick“, sagte Pastor Dr. Udo Krolzik, Vorsitzender des
Vorstands des Ev. Johanneswerks, „dass sich diakonische Träger und das
Diakonische Werk der Ev. Kirche in Deutschland zusammengetan und sich mit
Bielefeld auf einen festen Standort geeinigt haben.“ Angesichts der komplexer
werdenden Anforderungen im diakonischen Bereich gewinne die Qualifikation der
Führungskräfte zunehmend an Bedeutung, so Krolzik.
Die Fachhochschule der Diakonie wird Studiengänge für die untere und mittlere
Leitungsebene in sozialen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Heimen und
ambulanten Diensten anbieten. Eine Besonderheit der zunächst geplanten drei
Studiengänge (Management, Beratung und Anleitung, Diakon/Diakonin) ist, dass sie
berufsbegleitend in enger Verbindung zwischen Praxis und Theorie durchgeführt
werden. Lernen am häuslichen Computer und in regionalen Gruppen steht
gleichwertig neben dem Besuch von Lehrveranstaltungen in Bielefeld, die
überwiegend am Wochenende stattfinden. „Mit unserer Beteiligung an dieser
bundesweiten Fachhochschule wollen wir einen weiteren Beitrag zur Qualifizierung
unserer Führungskräfte leisten“, erklärte Pastor Bernward Wolf,
Vorstandsmitglied der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel, nach
Unterzeichnung des Gesellschaftervertrages. Starten sollen die Studiengänge im
Oktober 2006.
Die Gründungsmitglieder sind:
- Westfälische Diakonenanstalt Nazareth (Teil der vBA Bethel)
- Evangelisches Johanneswerk e.V.
- Diakonisches Werk der EKD
- Ev. Perthes-Werk
- Stiftung Wittekindhof
- Hoffnungsthaler Anstalten Lobetal
- Augustinum
- Diakonisches Werk Minden
- Diakonisches Werk im Kirchenkreis Recklinghausen
- Diakonie Neuendettelsau
- Rummelsberger Anstalten
Mitglieder des Aufsichtsrates sind:
- Pastor Friedrich Schophaus (Vorstand vBAB/ Nazareth)
- Herr Hans-Friedrich Hofacker (Vorstand vBAB/ Nazareth)
- Pastor Bernward Wolf (Vorstand vBAB/ Nazareth) (Vorsitzender des
Aufsichtsrates)
- Herr Wilhelm Herting (Westälische Diakonenanstalt Nazareth)
- Diakonin Marlis Seedorff (Westfälische Diakonenanstalt Nazareth)
- Präsident Dr. Jürgen Gohde (Diakonisches Werk der EKD)
- Pastor Dr. Udo Krolzik (Ev. Johanneswerk e.V.) (stellvertretender
Vorsitzender des Aufsichtsrates)
- Herr Rolf Pfizenmaier (Augustinum gGmbH)
- Vorsitzende/r Kuratorium (N.N.)
Diakon Werner Arlabosse wurde zum Geschäftsführer der gGmbH berufen.
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